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Reiseberichte

Hier finden Sie Reiseberichte unserer Kunden und Reiseleiter.
 

Wanderreise: Chiavenna    

1. Reisetag. Donnerstag. Hinreise. Parco Naturale.

Sehr spektakulär beginnt die Reise. Die Fahrt mit dem italienischen Postauto ab Splügen über den Splügenpass ist wirklich eindrücklich. Ueber viele  Haarnadelkurven und mit Tiefblick in eine Schlucht geht es hinauf.  Nicht weniger grandios ist die Fahrt hinunter auf der italienischen Seite. Ankunft am Bahnhof Chiavenna um die Mittagszeit. Unser Hotel San Lorenzo ist gleich nebenan.  Das Hotel wurde neu und ganz modern eingerichtet. 

 

Unsere Gruppe, 10 Personen sind es, trifft sich zum Mittagessen im Hotel-Restaurant. Es gibt feine lokale Köstlichkeiten. Frisch gestärkt geht es am Nachmittag los. Zuerst durch  die kleine, hübsche Altstadt. Unsere Reiseleiterin Claudia weiss viel Spannendes über das Städtchen und die Umgebung zu berichten.

 

Anschliessend bleibt genügend Zeit um den Parco Naturale, ganz in der Nähe, zu erkunden. Ein Naturpark mit äusserst sehenswerten Gletschermühlen. Es geht hinauf auf verschlungenen Pfaden, durch viel Wald, hinauf auf aussichtsreiche Felsen.  Zurück auf einem romantischen Weg durch einen märchenhaften Wald einem Bach entlang.

 

 Zum Nachtessen besuchen wir eines der schönsten Crotti, Crotto del Ombre.  Leider ist das Wetter zu unbeständig um draussen zu sitzen.  Es gibt verschiedene Fleisch-Spezialitäten und dazu einen feinen Wein aus dem Veltlin. Das Crotto  befindet sich unter einer imposanten Felswand. Der Kühlraum ist in den Fels hinein gebaut. Wir dürfen ihn besichtigen. Hunderte von Käseleiben sind hier gelagert. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus.  Inzwischen hat es zu regnen begonnen.

 

2. Tag. Freitag. Sentiero Panoramico

Die Zwillings-Wasserfälle und das einsame Bergdorf Savogno sind unser Ziel. Wir haben Glück.

Es regnet nicht mehr. Die Sonne drückt durch die Wolken.  Ein kurze Fahrt mit dem Postauto bis Piuro.  Gleich oberhalb des Dorfes sehen wir bereits die beeindruckenden, vielstufigen Wasserfälle „Acquafraggia“. Die „kalten Wasser“. Zwei gewaltige Wasserfälle, die über  eine rund 150 m hohe senkrechte Felswand hinunterstürzen. Kaum zu glauben dass man da zu Fuss neben den Wasserfällen hinaufsteigen kann. Ein gut ausgebauter Pfad, allerdings ziemlich steil, führt durch den Wald hinauf. An einigen Stellen kann man auf eine Aussichtskanzel ganz nah an zu den Wasserfällen steigen und hinunter schauen. Wirklich fantastisch. Noch packender sind die Tiefblicke vom obersten Ausguck. Treppen erleichtern den Aufstieg.

 

Gegen Mittag treffen wir in Savogno ein. Chiavenna1N.jpgUralte Steinhäuser auf einer Sonnenterrasse.  Der Spaziergang durch das Dörfchen ist ein Erlebnis für sich. Es ist ein Abstecher in die Vergangenheit, in eine sterbende bäuerliche Welt.  Auch heute noch, nur zu Fuss erreichbar. Enge, verwinkelte Gassen und Treppen aus Stein. Vor anderthalb Generationen verliessen die rund 300 Einwohner Savogno innert weniger Jahre, obschon gerade ein neues Schulhaus gebaut worden war. Dieses ist inzwischen zum angenehmen Berggasthof umgebaut. Heute ist wieder etwas Leben im Dorf. Schüler von einst sind als Pensionierte zurückgekehrt. Sie restaurieren die alten Wohnhäuser. Auch die Kirche wird gerade renoviert. Es beginnt leicht zu regnen. Im Berggasthaus erwartet uns ein Apero und wir geniessen ein feines Mittagessen in fröhlicher Runde mit Spezialitäten des Hauses.

 

Chiavenna4N.jpg

Der Nieselregen hat nicht aufgehört. Wir nehmen den einfacheren, weniger steilen  Rückweg, hinab durch den Wald. Weiter unten stossen wir auf eine neu angelegte „Forststrasse“,an der gerade mit riesigen Maschinen intensiv gebaut wird. Es scheint, dass das Dorf nun doch noch mit einer Fahrstrasse „erschlossen“ werden soll. Dann ist es dann wohl vorbei mit der Beschaulichkeit. Das Postauto bringt uns zurück nach Chiavenna. Da es immer noch regnet sind wir froh, im Hotel essen
zu können.

 

3. Tag.  Samstag.  Sentiero Storico

Der lange Regen der Nacht hat aufgehört, das Wetter ist heute ziemlich unsicher. Gerade richtig für den “Sentiero storico“. Weil es sich um eine Talwanderung handelt ist der Genuss ein doppelter. Wenig Anstrengung, viel Sehenswertes. Interessantes gibt es am „historischen Wanderweg“ genug: Abwechslungsreiche Wege links und rechts dem Fluss Mera entlang. Malerische Siedlungen, schöne alte Kirchen mit beeindruckenden Kunstwerken.. Kaum sind wir in Villa Chiavenna gestartet, beginnt es leicht zu regnen. Nebelschwaden steigen auf über dem Fluss, der jetzt enorm viel Wasser führt.  Gegen Mittag wird der Regen immer intensiver. In einer Bar machen wir Pause, trinken etwas. Es scheint sich nun tatsächlich um einen Dauerregen zu handeln. Doch der Weg ist sehr spannend, der Regen kann uns nichts anhaben, wir sind gut ausgerüstet.

 

Chiavenna3.JPG Zur Mittagspause sind wir dann nochmals bei den Wasserfällen.  Man kann ganz nahe zu den Fällen heran gehen.  Gewaltige Wassermassen donnern jetzt zu Tal, jetzt, nach dem nächtlichen Regen. Gischt und Wasserfontänen spritzen uns entgegen. In der Bar nebenan verpflegen wir uns. Köstliche Sandwiches gibt es hier,  Chiabatta - geröstetes Brot mit Veltliner Trockenfleisch. Auf dem Weiterweg begleitet uns jetzt sintflutartiger Regen. Kurz vor Prosto machen wir einen Abstecher zum Palllazo Vermate in Piuro. Ehemals Sommersitz der einflussreichen Handelsfamilie Vertemate. Das abseits gelegene Schloss blieb bei einem grossen Felssturz als einziges verschont. Bei der Besichtigung ahnt  man, wie gross der Luxus im untergegangenen Piuro gewesen sein mag. Das Postauto der Maloja-Linie  bringt uns  zurück. Am Abend lässt der Regen dann endlich nach, so dass ein Bummel durch die Altstadt von Chiavenna noch nachgeholt werden kann. Wir treffen uns zu einem Apéro am historischen Piazza Pestalozzi mitten in der Altstadt.

 

4. Tag.  Sonntag. Paradiso. Rückreise.

 Die Sonne scheint vom blauen Himmel. Heute wird es richtig heiss. Gleich oberhalb der Altstadt liegt der „Parco Paradiso“, ein kleiner, hübsch angelegter botanischer Garten. Mitten im Park ist eine Schlucht, die über eine imposante Brücke überquert werden kann. Ueber eine Eisentreppe gelangt man auf ein Felsplateau. Fantastische Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Berge. Claudia lädt uns ein zu einem Aperitif in einem wunderschön gelegenen Grotto. Ein toller Abschluss dieses letzten Tages.  Wir sitzen alle an einem grossen Tisch, schönes Wetter, geselliges Beisammensein, feiner Wein.   Nachher  ein letzter Bummel durch das Städtchen. Und als Abschluss gönnen wir uns alle noch ein feines „Gelato“. Bella Italia!   

 

Ein rundum gelungener Kurzurlaub. Besonderes Lob verdient unsere Reiseleiterin. Claudia hat uns mit ihrer Begeisterung, Fröhlichkeit und Herzlichkeit immer wieder beeindruckt. Sie hat uns in diesen in vier Tagen so viele schöne und interessante Sehenswürdigkeiten der Gegend gezeigt, die sie selbst rekognosziert hat.  Auch kulinarisch wurden wir verwöhnt. Dazu ein ausgezeichnetes und komfortables Hotel, mitten in der Altstadt. Ein traumhaft schönes, weitgehend noch ursprüngliches Stück Italien inmitten einer herrlichen Alpenwelt  haben wir gesehen. Und das nicht weit weg von der Schweizer Grenze.

 

Walter Krämer,  im Juli 2011

 

Wanderreise: Apulien mit Basilikata

Plangemäss erreichten wir am Nachmittag des ersten Reisetages Bari, wo uns Maurizio, unser Chauffeur für die kommenden 12 Ferientage, bereits erwartete. Er brachte uns nach Barletta, wo wir unser Hotel am Meer bezogen. Es blieb noch Zeit für einen Rundgang im Ort und wir bestaunten die ersten romanischen Bauwerke. Ein feines Nachtessen bildete den Abschluss des ersten Tages.

 

Am 2. Reisetag wanderten wir durch blühende Felder auf einen Landwirtschaftsbetrieb, wir wurden erwartet, ein köstliches Essen in mehreren Gängen wurde aufgetragen. Im gleichen Raum fand sich eine Taufgesellschaft ein, und schon waren wir mitten drin im apulischen Familienleben…

 

Weiter gings per pedes Richtung Castel del Monte, von weit her grüssend, auf einer Anhöhe gelegen. Gemütlich zogen wir an Mohnfeldern vorbei und erklommen schliesslich den Hügel zum Kastell.

Unsere kundige Reiseleiterin Susanne Wüthrich wusste viel Spannendes über diesen Prachtbau zu berichten. Schliesslich brachte uns der Car wohlbehalten ins Hotel zurück.

 

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Der dritte Tag führte uns zu den angeblichen Schlachtfeldern des Hannibal. Anschliessend besuchten wir Trani, eine wunderbare Kathedrale umgeben von azurblauem Meer, einfach traumhaft.

 

Viele weitere Sehenswürdigkeiten wie z. B. die Küste des Gargano, wo wir übrigens auch für 3 Nächte in einer malerischen Bucht ein Hotel bezogen, hielt Susanne Wüthrich für uns bereit.

 

Die Begegnungen mit den Menschen und ihrer ganz unterschiedlichen Umgebung, die reiche Kultur in Orten wie Manfredonia, Bari, Monte Sant`Angelo bildeten Höhepunkte dieser Reise.

 

Ein ganz besonderer Leckerbissen bildete weiter der Aufenthalt in der Höhlenstadt Matera, Besichtigung und Wanderung zu den Chiese Rupestri (Felsenkirchen) wo uns einheimische Führer begleiteten. Auch dieser Tag wurde mit einem typischen Essen abgerundet.

 

Immer wieder überraschte uns Susanne Wüthrich mit Wissenswertem aus Vergangenheit und Gegenwart der besuchten Stätten.

 

Den Abschluss dieser äusserst genussvollen Reise bildeten die Besuche der Städte Bari, Alberobello mit seinen Trulli, Ostuni und der Barockstadt Lecce.

 

Eine in allen Teilen gelungene Reise für Geniesser, welche tiefe Eindrücke, unterschiedlichste Begegnungen und ein Italien/Apulien-Erlebnis der Sonderklasse darstellt.

 

Susanne und René Affolter-Zürcher, im Mai 2010


 

Wanderreise: Teneriffa

Teneriffa, Februar 2011, kleiner Reisebericht einer Erst-Kundin

Warum ist die Banane krumm?

Meine erste Imbach-Wanderreise wird nicht meine letzte sein. Dies gleich schon mal im Voraus.

Dabei bin ich durchaus mit einigen Zweifeln im Gepäck zum Flughafen gefahren. Immerhin wandere ich erst seit dem letzten Jahr, bin eine Spätberufene. Wird meine Kondition ausreichen? Und wie wird es sein, mit einer Gruppe unterwegs zu sein? In den letzten Jahren bin ich immer alleine gereist. Was, wenn ich mich ständig mit Leuten abgeben muss, die mir völlig auf die Nerven gehen? Was, wenn ich keinen Anschluss finde?

 

Die Gruppe war ein Volltreffer: Elf total verschiedene Menschen, die einfach eine gute Zeit zusammen haben wollten, offen füreinander waren. Das Miteinander war eine Freude, die Stimmung immer positiv. Es gab interessante Gespräche, wohltuende Annäherungen und man hielt zusammen. Ich fühlte mich getragen und bestens aufgehoben.

 

Die Reiseleiterin trug auch zum Gelingen bei: Marianne Zimmermann zeigte sich kompetent und herzlich, einfühlsam und humorvoll. Ihr Wissen war gross und wir profitierten auch von ihren  aussergewöhnlich guten Spanischkenntnissen und ihren Kontakten. Sie hatte lange in Spanien gelebt. Ihre vielen Reisen haben sie nicht abgebrüht. Sie ist noch immer selber begeistert von der Natur und interessiert an ihren Wanderkunden. Das tut gut. Sie war ein grosser Gewinn. DANKE MARIANNE!


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Das Hotel Maritim in Puerto de la Cruz hat uns gut gefallen. Der hässliche Wolkenkratzer steht auf  einem Felsen, fast schon im Meer. Die Brandung hat uns jede Nacht in den Schlaf gesungen, ja eher schon gebrüllt. Der Wellengang war enorm. Der Atlantik hat die ganze Woche über richtig getobt. Er hat sogar einen Touristen von einer Aussichtsplattform gespült. Wenn man im Hotel drin war, störte das hässliche Äussere wenig. Zimmer und Essen waren okay. Vielleicht gibt es bessere Hotels, auf jeden Fall schönere, aber wir hätten nicht tauschen wollen. Wir liebten die Nähe zum Meer. Der grosse Park ist ein wenig verwahrlost, die Pools jedoch einladend. Mit dem Hotelbus oder gemütlich zu Fuss dem Meer entlang, lohnt sich ein Besuch des Städtchens, das durchaus einiges bietet, nicht nur Touristenkram.


Teneriffa ist eine sehr spannende, vielseitige, überraschende Insel. Ganz ehrlich: Bisher dachte ich mit der Überheblichkeit einer Schweizerin vom Lande, dass WIR eigentlich die Berge erfunden hätten, kurz vor dem Ricola. Auf Teneriffa wurde mir bewusst, dass ich keine Ahnung habe. Schon auf der ersten Wanderung war ich hin und weg: Die Bergwelt auf Teneriffa ist atemberaubend schön. Gerne hätte ich alle paar hundert Meter Fotos gemacht: Die exotische Pflanzenwelt, das besondere Licht, die Ausblicke aufs Meer, die Sicht auf den schneebedeckten Teide. Einfach schön! Man überquert ständig Klima- und Wetterzonen, was erfordert, dass man genug warme und regenfeste Kleider im Rucksack dabei hat. (Dies müsste auf der Packliste etwas mehr betont werden. Immerhin gab es Leute in unserer Gruppe, die nicht nur auf der Teide-Wanderung Handschuhe trugen.)

 

Bereits der erste Wandertag im Teno-Gebirge hat mich restlos begeistert. Ich geriet völlig ins Schwärmen. Wir wanderten über Kreten mit spektakulären Ausblicken. Ich lernte den Begriff «endemische Pflanzen» kennen und sah natürlich auch welche. Auf der nächsten Wanderung durch den Kiefernwald im Orotavo-Tal hat es uns ein wenig verregnet, aber nicht einmal dies konnte unsere Wanderfreude trüben. Dafür bot die Natur einfach zu viel Ablenkung. In den Schluchten des Anago-Gebirges hatte ich dann mein konditionelles Tief, was aber mit einem Bad im Meer bei Las Teresitas schnell in Vergessenheit geriet. In der Kraterlandschaft am Fusse des Teides fühlte man sich wie in einer anderen Welt. Auf 2000 Metern Höhe waren wir für unser Wetterglück besonders dankbar. Unvergessen bleibt auch die Wanderung durch die Bananenplantagen, ausgehend von Puerto de la Cruz. (Hier lernte ich, warum die Banane krumm ist, aber verraten werde ich das nicht. Dafür kann man schliesslich eine Imbach-Wanderreise buchen.) Wir assen im Paradiso mit paradiesischem Blick aufs Meer, mussten uns dies allerdings mit einem kurzen, schweisstreibenden Aufstieg verdienen. Am letzten Tag sind wir noch einmal ins Anaga-Gebirge gefahren. Dort haben wir Höhlenbewohner besucht und in einer originellen einheimischen Kneipe gegessen.

 

Diese grobe Aufzählung wird niemals wiedergeben können, mit welch fantastischen Erinnerungen ich heute von Teneriffa heimgekehrt bin. Mir kamen fast die Tränen, als ich gerade die Fotos am Bildschirm angeschaut habe. Grossartig!


Meine Kondition hat gerade gereicht. Allerdings war ich eindeutig die Schwächste der Gruppe, was mich natürlich nicht gefreut hat. Aber eben: Ich bin eine Wander-Wiedereinsteigerin, mit 48 Jahren. Ohne Stöcke wäre ich mit meinen kurzen Beinen glatt aufgeschmissen gewesen. Auch war das Tempo für mich allgemein etwas zu hoch, nicht nur wegen meiner Kondition, sondern weil ich halt gerne GENIESSE. Alleine unterwegs hätte ich wohl da und dort einfach mal eine halbe Stunde GESCHAUT. Aber wir waren eine schnelle Gruppe, auch weil sie klein war und man hat immer Rücksicht auf mich genommen. 


NACH der Imbach-Wanderreise ist VOR der Imbach-Wanderreise
:-)

Jetzt plane ich eine Reise nach Gomera. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Imbach stimmt für mich. Die Betreuung ist aufwändig und gut. Ausserdem gibt es fast keine Nebenkosten. Der Bus war übrigens auch grosse Klasse und es hatte für jeden Teilnehmer einen Fensterplatz. Die Leiterin nahm ihren Job sehr ernst.
Unsere Teneriffa-Wanderreise war eine Bildungs-, Kultur- und Wanderreise vom Feinsten.

 

Blanca Imboden, im Februar 2011, www.blancaimboden.ch

 

 

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Wanderreise: Mallorcas Südosten

Kundenbilder zur Reise  Kundenbericht zur Reise

„Existe libro de reclamaciones“ hat es auf einem Kleber in unserem Bus geheissen, es gebe ein Beschwerdebuch. Da gäbe es schon das eine oder andere zum reinschreiben, z.B. dass Imbach dafür sorgen könnte, dass jeweils gleich alle Frauen in der Gruppe Ursula heissen – und die Männer entweder Kurt oder Hans – und falls das nicht geht, das man etwa einen Monat vorher eine Liste mit Fotos und Namen bekommt, damit man bereits zu Hause etwas üben kann. Dann wäre sicher für ein paar Teilnehmer eine Bierzapfstelle im Bus wünschenswert, eine Kaffeeecke übrigens auch, und gleich noch ein individuelles Kühlsystem.

Zusätzlich zum Imbach-Sack sollte ein Ersatz-Hut abgegeben werden, am Buffet im Hotel sollten Imbach-Gäste Vortritt haben, in den Drachenhöhlen zuerst eingelassen werden, bei feuchtem Sand am Strand wäre eine Dusche wünschenswert und dann möchten wir auch am 5. Tag Sonne, aber nur beim Baden und nur dort, wo’s auch Schatten hat und das tosende Meer möchten wir trotzdem mit dazu und in den Kirchen richtige Kerzen und der Reiseleiter sollte nicht so komplizierte Ausdrücke brauchen wie „aller-retour“.

Aber vielleicht gibt es ja auch ein „libro de recuerdos“, also ein Erinnerungsbuch und dort würde man dann reinschreiben, was man so alles erlebt hat. Die heissen Aufstiege und das kriminell angehauchte Picknick mit Knellwolf-Wurst und Maloney-Dessert, parfümiert mit Pferdemist. Die Paella mit, und die ohne, und die mit ohne, die Fassstrasse am Wachturm und die schönen Strände, jene wo wir baden durften aber auch jene, wo wir nicht durften.

Der rote See mit den hüpfenden Gräsern und das Picknick unter Pinien in Juan Marchs Vorgarten, das anschliessende Bad im warmen Meer, auch mit und ohne, die gigantischen Lammkeulen und die Spinat Tortillas, welche dann eben keine Tortellinis waren sondern Omeletten, aber Omeletten hatte ja keiner bestellt und schon gar nicht diese braunen Plätzli, welche dann serviert wurden – und das alles ohne Pommes-Frites!
Oder die unglaublichen Wellen und das absolut perfekte Timing mit dem Regen und dem Bus und der letze Aufstieg und das letzte Schwitzen und das letzte Essen an einem dafür absolut würdigen Ort.

Danke an Beat für die tollen Touren, die wunder- baren Aussichten, die zwei, drei Einsichten, seine wiederholten Vermittlungen zwischen den ganz Schnellen, den Schnellen und jenen, die es etwas gemütlicher nahmen. Für seinen mutigen Einsatz in Sachen grüner Zitterpudding und für das mallorquinische Essen im Allgemeinen. Aber auch für seine Führung, seine adäquaten Wetterprognosen, für die romantischen Zusatzschlaufen und – trotz allem – fürs „aller-retour“, für die Zusatzminuten im Salzshop (danke sicher auch im Namen der Shopbesitzerin) und für den Spezialstopp für Willi’ys Tarnmütze und einfach für alles, für alle Wanderungen, mit und ohne Schlusslicht und für die ganze Woche.

Abschliessend möchte ich noch sagen, dass Mallorca traumhaft schön ist, mit diesen umwerfenden Landschaften, den verschlafenen Dörfern, den roten Schafen auf roter Erde, den Steinhäusern, welche aussehen, als wären sie so aus dem Boden gewachsen, den Olivenbäumen und Steineichen, dem blauen und dem tosenden Meer und diesem wunderbaren Abendlicht, in welchem sogar Asphaltstrassen schön aussehen.

Es war wunderschön und erhält von mir einen ganz dicken Eintrag im „libro de recuerdos“!

Gabi Bucher, im Oktober 2010
 

Wanderreise: Reiseeindrücke Genua City-Tour

Genua? Das ist doch dieser gelbgraue Steinhaufen? Den Blick den man von der Autobahn aus auf Genua hat. Anders kannte ich bisher Genua nicht. Und dann wird diese Stadt zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt und ihre berühmten Palazzi gehören seit 2006 sogar zum Unesco Weltkulturerbe. Warum? Was ist so grossartig an dieser Stadt?

 

genua1.jpgIch buche diese Reise und bin fasziniert. Unter kundiger charmanter Führung von Susanne Wüthrich werden wir von Tag zu Tag immer vertrauter mit dieser Stadt.

 

Es ist die grösste historische Altstadt Europas mit einer grossen Fussgängerzone. Die Stadt gehört noch den Italienern und wird noch nicht von den Touristen überrannt. Und was uns besonders auffällt: es ist eine sehr saubere Stadt.

 

In den "Carruggi" genannten engen Gassen gibt es viel zu entdecken, kleine Läden, Handwerkbetriebe, aber auch moderne Boutiquen. Und dann steht man plötzlich vor einem der vielen prunkvollen Paläste, die einen Gegensatz zu der engen Altstadt bilden. Man geht hinein, staunt über die grosszügigen Innenhöfe, den Reichtum der prunkvoll ausgestatteten Räume und immer wieder schweift der Blick über die Dächer Genuas aufs Meer. Bedeutende Museen sind in den vielen Palästen untergebracht, aber um alles zu sehen bräuchte man eine Extrawoche. Ich habe mir die Guarnerie-Geige, die Paganini gespielt hat angesehen.

 

Eine einheimische Stadtführerin erzählt uns vieles über das alte und das heutige Genua, führt uns zu schönen Kirchen, kleinen Plätzen, zeigt uns die Reste von den wehrhaften Befestigungsanlagen, macht uns auf die vielen Lifte aufmerksam, die uns schnell nach oben führen, um den spektakulären Blick auf Genua mit seinem Hafen geniessen zu können und um in die gepflegten Gartenanlagen zu gelangen.

 

Es gibt nicht nur die Altstadt, sondern auch breite Einkaufsstrassen mit wunderschönen italienischen Läden. Also, wer Lust auf einen Einkaufsbummel hat, findet in Genua genug Möglichkeiten. Und wir haben auf dieser Reise auch immer wieder genügend Zeit, etwas selbständig zu unternehmen.

 

genua3.jpgAber auch die Umgebung von Genua ist sehenswert. Auf zwei wunderschönen 3-stündigen, nicht zu schweren

Panorama-Wanderungen lernen wir das Hinterland kennen. Eine unberührte Landschaft, viele seltene Blumen, Orchideen, gelber Ginster blüht vor dem blauen Meereshintergrund, grüne Wälder und ein fantastischer Blick auf die Bucht. Und zum Schluss gehen wir ans Meer, können aber leider nur die müden Füsse im Meer baden, weil wir alle unsere Badeanzüge vergessen haben.

 

Diese Reise wird noch lange in mir nachwirken, nicht zuletzt auch wegen der guten ligurischen Küche, die wir in kleinen typischen italienischen Restaurants geniessen durften und einem gut gelegenen Hotel mitten in der Altstadt.Eine gute Mischung zwischen Kultur und Natur. Dass es eine Kurzreise war, wurde auch von vielen Teilnehmern geschätzt.

 

Veronika Olshausen, im Juni 2009

 

Wanderreise: Cannobio am Lago Maggiore

Es hat gut angefangen. Wir reisten erste Klasse mit dem Zug direkt nach Locarno, dann mit dem Bus via Brissago nach Cannobio. Da wir mit ÖV reisten, erhielten wir auch einen ersten Eindruck der lokalen Bevölkerung. Wir waren also keine isolierte Touristengruppe. Wer die Gegend nur aus dem Privatauto oder dem klimatisierten Busfenster betrachtet, wird das Gebiet nicht wirklich kennen lernen. Ohne „Tuchfühlung" mit den örtlichen Einwohnern bleibt es eine distanzierte Erfahrung, die sich vor allem auf das Visuelle beschränkt. Durch ein gutes Schicksal kamen wir später der italienischen Bevölkerung noch näher als ursprünglich geplant...

 

italien1.jpgDer Grossteil des Lago Maggiore befindet sich auf italienischem Gebiet. Wir wohnten direkt am See in einem kleinen italienischen Dorf, das reich an kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten ist. Das Hotel war gut gewählt: ruhig, attraktives Interieur, mit einem schönen Hotelgarten. Auch kulinarisch wurde bald klar, dass die italienische Küche zu recht als die beste gilt.

 

Schon auf der Reise im Zug bemerkten wir, dass der Herbst nach dem Gotthard noch nicht eingetroffen ist. Die grüne Farbe herrschte noch vor. Während des gesamten Aufenthaltes hatten wir sonnige, warme Spätsommertage. Sogar Baden im See war noch möglich. Ausser den vielen Kastanien am Boden deutete kaum etwas auf den kommenden Herbst hin.

 

Nach dem Einchecken gab es eine erste örtliche Führung und einen angenehmen Kurzausflug entlang des Flusses Cannobino zur Kappelle „Orrido Sant'Anna". Am zweiten Tag führte uns eine beeindruckende Wanderung mit einmaliger Aussicht auf den See über einen Hügel zum malerischen Cannero Riviera, ein Ort der diese Bezeichnung zu recht führt. Eine traumhaft schöne Uferpromenade, gezäumt von Hotels und Restaurants, die mehr an Villen und Herrschaftshäuser erinnern als an Gaststätten. Kein Wunder gehört diese Destination zu dem Topadressen in den südlichen Touristengebieten.

 

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Mit dem Schiff fuhren wir am späteren Nachmittag nach Cannobio zurück, um dann am nächsten Tag eine

überraschungsreiche Rundwanderung in die entgegengesetzte Richtung zu unternehmen. Wir besuchten kleine Bergdörfer wie Sant' Agata, Campeglio, San Bartalomeo Montibus und Formino (mit heute nur noch drei Einwohnern). Eine spezielle Augenweide war Ronco, ein eigentliches Künstlerdorf. Schon der Weg dorthin war gezeichnet mit vielseitigen Kunstobjekten. Um sämtliche der gut ein Dutzend Steinhäuser sind eine Vielzahl von künstlerischen Formen aufgestellt. Nichts war gewöhnlich, alltäglich oder dem Zufall überlassen: Kunst auf einfache, innovative und ästhetische Art gab es überall zu bestaunen. Wohl mancher, der diese Ortschaft besucht, fragt sich, ob man da wohl noch ein Haus mieten oder kaufen kann.

 

italien3.jpgGeplant war das Mittagessen in einem Restaurant in Sant' Agata. Da dies in dieser Jahreszeit jedoch bereits geschlossen war, hatte unsere Reiseleiterin, die ihren Job mit viel Engagement und Expertise ausführte, kurzerhand die Leute in San Bartalomeo angefragt, ob sie etwas Kleines zubereiten könnten. Und sie sagten nicht nein. Es schien als wäre das halbe Dorf engagiert worden. In einer Freiluftküche gleich hinter der Kappelle, die dem christlichen Märtyrer San Bartalomeo geweiht ist, wurde ein üppiges Mittagessen mit lokalen Produkten

zubereitet: Vorspeise, Polenta, Salat, Kaffee und Kuchen. Die Männer kochten, die Frauen servierten... Und da sie dann nicht einfach abseits stehen wollten, fragten sie, ob sie mit uns essen könnten. So gab es bald einen regen Austausch mit diesen überaus gastfreundlichen und lebhaften Menschen aus dem Bergdorf. Auch wer von uns nicht italienisch sprach - ein grazie mille und molto bene brachten alle raus. Als wir am Schluss noch ein kleines Dankeslied sangen, war es schwierig auszumachen, wer am meisten berührt war ...

 

Der nächste Morgen war Markttag in Cannobio. Wer nicht einkaufen wollte, hatte noch einmal Gelegenheit, den italienischen Charme auf eigene Faust zu entdecken. Um 13 Uhr fuhr das Schiff Richtung Locarno, wo auch schon der Zug bereitstand. Obwohl es bereits Oktober war, erlebten wir noch einmal den Sommer im bella Italia. Nun galt es wieder mit dem Herbst und der guten alten Schweiz vorlieb zu nehmen. Doch in unseren Herzen wird für immer ein Platz für das schöne Italien am Lago Maggiore erhalten bleiben.

 

Guido von Arx, im Oktober 2008