Wieder unterwegs: Bödmerenwald

Nach 3 Monaten endlich wieder unterwegs!

09. June 2020

Imbach ist wieder unterwegs! Nach der coronabedingten Annullation sämtlicher Reisen seit Mitte März war die (Vor-)Freude am Montagmorgen in Muotathal bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, der Reiseleiterin und mir persönlich sehr gross: Endlich wieder Wandern! Trotz schlechten Wetterprognosen und leichtem Regen waren wir schon nach wenigen Minuten vom sehr mystisch wirkenden Bödmerenwald begeistert. Er gilt als einer der urtümlichsten Wälder der Alpen und fasziniert nicht nur durch eine Vielfalt an Grün-Tönen sondern auch duch die bizarr geformten Kalkfelsen der Karstlandschaft.

Bereits die rund 10 minütige Fahrt in einem Extrabus den Pragelpass hoch sorgte für Staunen - einerseits wegen der steilen Strasse und andererseits aufgrund der interessanten Ausführungen des einheimischen Fahrers über das riesige Höhlensystem im Untergrund, das zu einem der grössten Höhlensysteme der Welt zählt und definitiv auch einmal einen Besuch wert wäre. Die rund 14km lange Rundwanderung im hintersten Teil des Muotatals war äussert abwechslungsreich und wurde immer wieder durch kompetente Informationen durch die Reiseleiterin Martha Nusbaumer ergänzt.


Der Aufstieg zur Alp Tor führte uns nicht nur durch tiefsten, sich selbst überlassenen Wald, sondern auch am offiziellen Urwaldpavillon vorbei und anschliessend über einen karstigen Hügelzug mit höchst interessanten Felsformationen. Wir alle hatten uns dann auf das selbstmitgebrachte Picknick eingestellt, wurden dann aber von der Älplerin mit einer frisch zubereiteten Brennessel-Suppe, eigenem Alpkäse, "Frauenmänteli-Tee" und einem unglaublich leckeren Lebkuchen mit „Nidlä" überrascht. Die Verblüffung war perfekt und der anschliessende Rundgang durch die neu umgebaute Alp sowie die eigene Käserei rundeten diesen Alpbesuch perfekt ab.

Gut gestärkt ging es dann über einen angenehmen Weg zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. So endete eine wirklich schöne Tageswanderung, die nicht nur deswegen in Erinnerung bleiben wird, weil es die erste Wanderung seit langem war, sondern vor allem auch, weil wir in bester Gesellschaft eine neue, faszinierende Region und Menschen kennenlernen durften.

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