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Inselhüpfen an der Nordseeküste

Ostfriesische Inseln

  • SOLO+
  • Flug über die Ostfriesischen Inseln
  • Wattwanderung mit ein- heimischem Wattführer

Teilnehmerzahl min. 15 Pers. / max. 20 Pers.

Anforderungsprofil:

8 Tage ab CHF 2'045.–
  • Wandern & Natur

Abreisedaten:

20.06. – 27.06.21So - SoCHF 2'045.–
25.07. – 01.08.21So - SoCHF 2'045.–
08.08. – 15.08.21So - SoCHF 2'045.–
Buchungscode: waostf
1. Tag: Schweiz–Norddeich
Bahnfahrt ab Zürich via Hannover nach Norddeich.
2. Tag: Insel Langeoog
Schifffahrt zur Insel Langeoog und weiter mittels Inselbahn ins Stadtzentrum. Wanderung dem Strand entlang und durch eine abwechslungsreiche Dünenlandschaft. Von einer «Aussichtsdüne» schöner Überblick auf die Weite der Insel- und Wattlandschaft. Picknick am Strand mit Bademöglichkeit. Anschliessend freie Zeit in Langeoog. Wanderzeit ca. 3 h.
3. Tag: Insel Juist
Ein kurzer Flug und eine Schifffahrt bestimmen den Ablauf des heutigen Tages. Im Pferdefuhrwerk Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung am Hammersee. Wanderzeit ca. 2½–4 h.
4. Tag: Insel Spiekeroog
Fahrt zum Fähranleger der Insel Spiekeroog. Die Insel mit ihrem historischen, hübschen Dorf erwartet den Gast mit bunten Farben. Dünen-Wanderung und Fährfahrt ans Festland. Wanderzeit ca. 2 h.
5. Tag: Zur freien Verfügung
Gelegenheit, die Umgebung individuell zu entdecken oder das Wellnessangebot des Hotels zu geniessen.
6. Tag: Insel Norderney
Mit dem Wattführer eindrückliche Wanderung durch das Wattenmeer mit interessanten Informationen. Anschliessend Schifffahrt zurück nach Norddeich. Wattwanderung je nach Wattsituation. Wanderzeit ca. 2 h.
7. Tag: Greetsiel und Rysum
Wanderung dem Verlauf einer der überlebenswichtigen Deiche entlang. Ankunft im Hafen von Greetsiel, einem kleinen charmanten Ort. Später Besuch einer grossen Windmühle und der ältesten Kirchenorgel Deutschlands in Rysum. Wanderzeit ca. 2½ h.
8. Tag: Norddeich–Schweiz
Bahnfahrt via Hannover zurück nach Zürich.

Programmänderungen vorbehalten!

Unterkunft

Übernachtung im ausgezeichneten 4* Superior-Hotel Fährhaus (off. Kategorie) an bester Lage direkt an der Mole von Norddeich. Nur wenige Gehminuten vom Zentrum. Das Hotel verfügt über einen Innen- und einen kleinen Aussenpool, Fitnessraum, Sauna, Dampfbad, Beauty- und Wellnessangebote. Alle Zimmer sind hell und freundlich und mit Bad oder Dusche/WC, Föhn, Telefon, TV, Minibar und Safe.
https://hotel-faehrhaus.de/

Unsere Leistungen

  • Bahnfahrt 1. Klasse ab Basel Bad Bhf nach Norddeich und zurück (inkl. reservierte Plätze).
  • Bus- und Schifffahrten sowie Inlandflug gemäss Programm
  • Hotel in Norddeich
  • Halbpension
  • Aufgeführte Wanderungen, Ausflüge, Besichtigungen & Eintritte
  • Trinkgelder in Hotel & Restaurants
  • Corona-Versicherung
  • IMBACH Wander- & Reiseleitung

    Zuschläge

    • SOLO+ Einzelzimmer CHF 70
    • DZ zur Alleinbenutzung CHF 230
    • Klimaneutral reisen CHF 14
    • Annullationskosten- und Assistance-Versicherung CHF 85

    Wanderungen

    Die Wege der aus Sand bestehenden Inseln und auf der teils feuchten Erde des Festlands sind oft mit Platten belegt, was ein bequemeres Gehen ermöglicht. Wattwanderung durch das gut begehbare Wattenmeer. Gelegenheit zum Baden.

    Deutschland/Ostfriesland

    Die heutige Deutsche Bundesrepublik mit ihrer kulturellen Vielfalt und den zahlreichen Traditionen ist nicht nur einer der bedeutendsten Teile der Europäischen Union, sondern mit ihrem wirtschaftlichen Gewicht auch eines der wichtigsten Länder unserer Erde. Im Westen an Frankreich grenzend und an die niederländisch-flämischen Sprachgebiete, bildet es im Osten eine lange, gemeinsame Grenze mit den slawischen Ländern und Völkern. Seine Ostsee- und Nordseeküsten sind nicht nur für ihre Bäder berühmt geworden, sondern sind auch mit ihren Hafenstädten und der daraus hervorgehenden Kontaktnahme mit nahen und fernen Kulturen die weltoffensten Gegenden Deutschlands geblieben. Schon immer waren die flachen Küstenstreifen der Gewalt der Nordsee ausgesetzt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden weite Teile der Ostfriesischen Küste durch Flutkatastrophen verwüstet. Wo einst Festland sich ausbreitete, ragen nun Dollart- und Jadebucht tief ins Land hinein. Nicht weniger als siebzehn Dörfer waren damals in den Fluten versunken.

    Die Ostfriesischen Inseln sind eine Gruppe deutscher Nordseeinseln. Sie liegen aufgereiht vor der niedersächsischen Festlandsküste, entlang der Ostfriesischen Halbinsel. Die Inselgruppe erstreckt sich über rund 90 Kilometer Länge von West nach Ost zwischen den Mündungen von Ems und Jade beziehungsweise der Weser und zwischen 3,5 und 10 Kilometer dem Festland vorgelagert. Zwischen den Inseln und dem Festland befinden sich ausgedehnte Wattbereiche, sie nehmen eine grössere Fläche ein als die Inseln selbst. Den Inseln vorgelagert liegt das Küstenmeer. Die Inseln, das umgebende Watt sowie das Küstenmeer (Naturschutzgebiet «Küstenmeer vor den ostfriesischen Inseln») stehen in einer engen ökologischen Beziehung. Die Inselgruppe ist Teil des grössten Wattenmeeres in der Nordsee und umfasst etwa fünf Prozent des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

    Die flächenmässig grösste ist die westlichste Insel Borkum, die weiteren bewohnten Inseln sind von West nach Ost: Juist, Norderney mit der grössten Stadt auf den Inseln, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

    Ferner gibt es noch vier weitere, kleine, unbewohnte Inseln: Lütje Hörn östlich von Borkum, Memmert und die Kachelotplate südwestlich von Juist, Minsener Oog als aufgespülte Insel südöstlich von Wangerooge sowie Mellum am östlichen Rand der Inselkette, die nach der Abgrenzung durch das Bundesamt für Naturschutz nicht mehr zu den Ostfriesischen Inseln gehört, sondern zu den Watten im Elbe-Weser-Dreieck

    Spezielles zu Ostfriesland

    Düne, Salzwiese und Watt bilden die Lebensräume am Wattenmeer. Sie sind die Heimat von Spezialisten, von Überlebenskünstlern, die dem Wechsel von Trockenheit und Überflutung trotzen und Salz ebenso wie schneidende Sandstürme und peitschende Orkanböen ertragen.
    Sand und Dünen prägen die Landschaft auf allen Ostfriesischen Inseln. Auf dem flachen, aus losem Sand bestehenden Strand beginnt die Vegetation erst oberhalb des mittleren Hochwasserstandes, wo der Boden durch die Verwesung von Tang und Holzresten Nährstoffe erhält. Die Spülsaumvegetation – Meersenf, Kali-Salzkraut und Melden – wird regelmässig von den Winterstürmen wieder fortgerissen. Oberhalb der Flutmarke setzen sich Gräser wie die Binsenquecke fest, die mit ihren langen, weitverzweigten Wurzeln den Boden festigen und den Sand auffangen. Mit ihrer Hilfe bilden sich niedrige Dünen. Nur zwei bis drei Meter hoch, müssen sie mehrmals im Jahr höheren Fluten trotzen. Wenn die Primärdünen höher geworden sind und das Salz durch Niederschläge ausgewaschen ist, siedelt sich der Strandhafer an, häufig in Gesellschaft des blaugrünen Strandroggen. Sie sind die Leitpflanzen der Weissdünen, die eine Höhe von zehn bis zwanzig Metern erreichen. Mit seinem weitreichenden Wurzelsystem hält der Strandhafer den Sand zusammen und hindert die Düne am Wandern, solange die empfindliche Pflanzendecke unversehrt bleibt. Der Einfluss von Sonne und Wind, je nachdem, ob auf der Sonnen- oder Schattenseite, der Wind zugewandten oder geschützten Seite, bildet unterschiedliche Vegetationszonen aus.
    Vom südlichen Rand des Dünengürtels schweift der Blick über die vogelreichen Salzwiesen zum weiten Watt. Die Abfolge der hier angesiedelten Pflanzengesellschaft ist abhängig von der Art der Überflutung. Hier wachsen Strand-Wegerich und die Strandnelke. Auf beweideten Grünflächen herrscht der Rotschwingel vor. Wattwärts sind die im August zartviolett blühende Slazaster und der lilafarbene Strandflieder zu finden. Im häufiger überfluteten tieferen Bereich der Salzwiesen dominiert das Andelgras. Auf unbeweideten Flächen gedeiht der Strandwermut mit silbrig-weissen Blättern.
    Anfangs der dreissiger Jahre stand der Seehund am Rande der Ausrottung. Per Gesetz angeordnete Schonzeiten hatten ihn gerettet. 1973 wurde die Seehundjagd verboten. Die Population vor dem Sommer 1988 erreichte die Zahl von achttausend Tieren. Algenblüte und Fischsterben reihten sich aneinander. Innerhalb weniger Wochen wurde der Bestand der durch Umweltgifte geschwächten Tiere durch eine ansteckende Viruskrankheit um 80% reduziert. Die Seehundpopulation hat sich indessen wieder erholt. 1994 erreichte sie wieder den früheren Stand.
    Rund hundert verschiedene Watt- und Wasservögel bevölkern die Inseln und Watt-Gebiete. Etwa zwei Dutzend Arten brüten hier, andere rasten nur ein paar Wochen auf dem Weg zu ihren Brutplätzen im hohen Norden oder zu den Winterquartieren im Süden. Vor allem im Herbst und im Frühjahr sieht man bei Ebbe kleine Trupps oder riesige wolkenähnliche Schwärme übers Watt streichen.

    Klima

    Die ostfriesischen Inseln sind vom Küstenklima geprägt, dessen herausragendes Merkmal das Fehlen extremer Temperaturen ist. Juli und August sind mit durchschnittlich 17° C die wärmsten Monate. Das Meer speichert die Wärme und kann die Luft noch bis in den Oktober hinein warmhalten. Die Winter sind eher mild. Sogar im Januar, dem kältesten Monat, liegen die Durchschnittstemperaturen mit etwa 0-1° C verhältnismässig hoch. Die ausgleichende Wirkung des Wassers verhindert nicht nur extreme Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten, sondern auch zwischen Tag und Nacht. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über relativ hoch. Die Inseln verzeichnen deutlich weniger Niederschläge als der grösste Teil Ostfrieslands. Wenn über dem Festland finstere Regenwolken hängen, erstrahlen die Inseln häufig in hellstem Sonnenlicht. Regenreichster Monat ist der August, ein weiteres Maximum fällt in die Herbstmonate Oktober/November. Am niederschlagsärmsten ist die erste Jahreshälfte von Februar bis Mai. Vor allem im späten Frühling und im Frühsommer entstehen durch die Abkühlung der Luft über kühlerem Wasser Seenebel, die für Wattwanderer gefährlich sein können. Werden diese Nebelfelder landein geweht, verschwindet die Sonne schlagartig in dichtem Grau.
    Charakteristisch sind die Winde, die auf dem Meer und den Inseln stärker als im Binnenland sind. Mai bis Juli sind die windärmsten, Oktober bis Dezember die stürmischsten Monate. Dank der überwiegend staub- und keimfreien Luft sowie der vom Seewind ständig fein zerstäubt herangeführten Mineralstoffe des Meeres wirkt ein Urlaub am Meer heilkräftig und gesundheitsfördernd. Ihr Ferienwetter im Internet: www.wetter.com.

    Kulinarisches

    Seeluft macht hungrig. Die ostfriesische Küche hat den Ruf, deftig und reichlich zu sein. Typisch für die Küste sind Fischgerichte, die man vielseitig zubereitet. In allen Restaurants bekommt man Krabben, Krevetten, an der ostfriesischen Küste auch Granat genannt. Und all das gibt es fangfrisch an allen Sielhäfen zu kaufen: entweder direkt am Kutter oder in einem der zahlreichen Fischgeschäfte. Doch nicht nur Fisch steht auf der Speisekarte. Ostfriesisches Lammfleisch, insbesondere das aromatische Fleisch der Deichlämmer, die auf Salzwiesen geweidet haben, gilt als Frühjahrsspezialität. Im Herbst bereichern Wildspezialitäten wie Reh, Fasan und Ente die Speisekarten der Inselrestaurants. Ein traditionelles Fischergericht ist Labskaus: Pökelfleisch wird mit rohen Zwiebeln durch den Fleischwolf gedreht und mit gestampften Kartoffeln eingekocht. Dazu gibt es saure Gurken, rote Beete und Salzheringe. Mit dem ersten Frost beginnt die Grünkohlsaison. Der auch «Oldenburger Palme» genannte Grünkohl wird meist mit viel Speck und Zwiebeln zubereitet und mit «Gschwellten» und Mettwurst oder «Pinkel», einer geräucherten Wurst aus Speck, Zwiebeln und Hafergrütze serviert. Dazu trinkt man Bier und einen Klaren. Das muss keineswegs immer ein Doornkaat sein, denn in Ostfriesland werden rund 200 verschiedene Sorten Alkohol hergestellt, Schnäpse und Liköre aller Geschmacksrichtungen, von klar und scharf bis dickflüssig, süss und bitter.
    Zu den süssen Spezialitäten, die in den meisten Cafés und Restaurants angeboten werden zählen «Riesbree» (Milchreis mit Rosinen) und Rote Grütze, die mit frischer Sahne oder Vanillesosse übergossen wird. In vielen Ausflugslokalen mit einfacher Speisekarte werden «Stuten» angeboten, das ist ein feines Weissbrot mit Korinthen oder Rosinen, häufig auch mit Käse belegt. Berauschend ist die «Bohntjesopp», keineswegs eine deftige Bohnensuppe, sondern ein Getränk, das – mit Branntwein, Rosinen und Kandis angesetzt – mehrere Tage zieht und zu vielen ostfriesischen Feierlichkeiten, immer aber zu Taufen und Hochzeiten gereicht wird.

    Während der Bundesbürger im Durchschnitt 220 g Tee pro Jahr konsumiert, sind es fast sieben Pfund pro Kopf in Ostfriesland. Das Teetrinken ist eine Lebenseinstellung, ein Grundrecht, eine Zeremonie. Man trinkt nicht irgendeinen Tee, vor allem nicht irgendwie. Alte Sprichwörter lassen keinen Zweifel daran, wie der Tee sein muss: «So dickflüssig und goldbraun wie Öl muss er sein, das Stück Kandis so gross wie ein Schleifstein und obendrauf Sahne wie eine hingetupfte Wolke». Nicht nur die Zutaten zählen, es kommt auch auf die richtige Reihenfolge an. Zuerst gibt man ein Stück Kandis in eine Tasse aus feinem Porzellan. Darüber wird der heisse Tee gegossen, so dass der weisse Kristall knisternd und knackend zerspringt. Es folgt die Sahne, die sich wie eine Wolke über das ganze Gebräu verbreitet. An dem Drang, die ganze Herrlichkeit zu einem süssen Nichts zu verrühren, erkennt man den Banausen, denn – das weiss jedes Ostfriesenkind – Umrühren ist eine schwere Sünde und vernichtet den Genuss. Teetrinken ist ein Fest der Sinne: zuerst die milde, kühle Sahne, dann der heisse, bittere Tee und dann die himmlische Süsse. Auf den verbliebenen Kandis wird dann wieder Tee aufgegossen. Im Idealfall reicht dieser bis zum Schluss – denn drei Tassen Tee werden einem mindestens angeboten. Erst danach ist es erlaubt, den Löffel in die Tasse zu stellen.

    Bei Ihrem Arrangement ist die Halbpension im Hotel Fährhaus inbegriffen.

    Währung

    www1.oanda.com/lang/de/currency/converter/

    Hinweis

    Diese Reise wird ausschliesslich mit öV durchgeführt.

    Neu und kostenlos für Sie: Unsere Corona-Versicherung

    Wenn Sie oder Ihre Reisebegleitung (en) an Covid-19 erkranken, sind Sie auf unseren Flussreisen vor unvorhergesehenen Kosten im Zusammenhang mit dieser Reise abgesichert. Sie müssen Ihre Reise wegen der Erkrankung abbrechen oder können Sie gar nicht (oder verspätet) antreten? Dann werden die Kosten für medizinisch notwendige Rücktransporte, Ihre vorzeitige/verspätete Rückreise und die Annullierung übernommen. Der nicht genutzte Teil der Reise wird Ihnen anteilig erstattet.

    Was Sie noch wissen sollten

    Informationen zu Anforderungsprofilen, Frühbuchungsrabatt, Versicherungen, Zahlungsmöglichkeiten etc. finden Sie unter:
    www.imbach.ch/wissenswertes

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