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(Kanarischer) Drachenbaum

Drachenbäume (spanisch Dragos) sind eigentlich gar keine Bäume, sondern gehören den Spargelgewächsen an. Da die Pflanze baumförmig wächst und bis zu 20 Meter hoch werden kann, passt der Name dennoch auf sein Äusseres. Der älteste Vertreter der Gattung der Drachenbäume ist der Kanarische. Sein wertvolles Harz sowie die Landwirtschaft liessen den Bestand des Drachenbaums leider immer mehr schwinden und wildwachsende Pflanzen findet man heute nur noch selten. Doch mit der Zeit haben die Einheimischen begonnen, die geschichtsträchtigen, alten Pflanzen in den eigenen Gärten wieder zu bepflanzen und zu pflegen. Auf den Kanaren, Kapverden, Madeira und Nordafrika findet man die Drachenbäume heute noch.

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Blüten & Früchte

Es ist nicht nur die Seltenheit der Pflanze, welche sie besonders macht. Sondern auch, weil sie sehr langsam wächst und dadurch beständig ist. Erst nach 8 bis 11 Jahren erscheint zwischen Juli und August die erste Blütenrispe, bei der grünlich-weisse Blüten und später braunorange Beeren wachsen. Doch Achtung, die Früchte sind lediglich bei Amseln und Tauben beliebt, die Pflanze an sich ist nämlich leicht giftig.

Geheimnisvoller Name

Es gibt mehrere Theorien, wie die Pflanze zum Namen kam. Die eine Theorie besteht daraus, dass aus einem abgebrochenen Trieb mehrere neue Triebe wachsen und dies einem Drachen ähnelt, bei dem auch mehrere Köpfe nachwachsen, wenn der Kopf abgeschlagen wird. Eine andere Theorie führt auf den Harz zurück. Denn an der Luft verfärbt sich das zunächst farblose Harz zu einer dunkelroten Masse, welches kurzerhand an Drachenblut erinnert.

Das «Drachenblut» wurde früher in der Medizin verwendet. Die Altkanarier haben das Harz zur Heilung der Knochen oder zur Mumifizierung von Toten verwendet. Im 19. Jahrhundert wurde es in Zahncremen gemischt, da es eine heilende Wirkung für entzündetes Zahnfleisch hat. Und noch heute gibt es Zeugen in der Verwendung des Harzes. Die Holzindustrie hatte mit dem Harz Möbelstücke und Fassaden poliert. Noch heute werden viele traditionelle Gebäude mit der dunklen Färbung von Holzbalkonen ausgerüstet, die noch an die Zeiten des Drachenblutharzes erinnern.

Drachenbäume entdecken

Auf unserer Teneriffa Wanderreise sehen wir einen der bekanntesten Drachenbäume, der Drago Milenario. Er steht in Icod de los Vinos und wird oft als 1000-jähriger Drachenbaum bezeichnet. Weitere, etwas weniger bekannte aber dennoch sehenswerte Drachenbäume können auf den Wanderungen, in Parks oder Gärten entdeckt werden. So auch auf El Hierro, La Palma, La Gomera, Gran Canaria und Lanzarote.

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