Träume dein Leben - Lebe deinen Traum

Auch für unseren treuen Kunden Beni, der diesen Frühling mit uns gleich mehrere Reisen unternommen hätte, waren die vergangenen Wochen mehr als aussergewöhnlich. Lesen Sie hier, was er in der frei gewordene Zeit so alles gemacht hat und worauf er sich wieder am meisten freut.

Wie hast du die Zeit des Lockdowns überstanden?

Ich habe mich streng an die Anweisungen des BAG gehalten, d.h. ich bin den ganzen Tag zu Hause gewesen und nur einmal wöchentlich für 20 Minuten zum Einkaufen gegangen. Im Singlehaushalt war gegenüber vor Corona kein wesentlicher Unterschied, vermisst habe ich aber die Gruppenzusammengehörigkeit einer Reisetour. Ich war ja in den letzten Jahren praktisch jeden Monat auf einer Tour. Zudem musste ich die Essensgewohnheit umstellen und die Kalorienzufuhr reduzieren.

Was hast du in den Tagen bzw. Wochen gemacht, in denen du eigentlich auf einer Imbach-Reise gewesen wärst?

Als Frührentner eigentlich nichts anderes wie in den anderen Wochen: Ausschlafen, ca. 2-3 Std. Coronanews auf dem PC sichten und Hängematte geniessen.

Zur ersten ausgefallenen Tour nach El Hierro habe ich eine Ansichtskarte kreiert (ich war letzten Herbst schon einmal dort), die ich dann meinen Bekannten zugesendet habe. Ich habe einen festen "Kundenstamm" von 12 Personen, die von jeder Tour von mir eine Ansichtskarte erhalten. Für die letzte bis jetzt annullierte Tour nach Madeira habe ich meiner vorgesehenen Reiseleiterin Jutta eine E-Mail mit dem täglichen Programm geschrieben, das ich mit den entsprechenden Fotos unterlegt habe. Auch da war ich vor 12 Jahren schon einmal.

Da im April meist schönes Wetter war, habe ich in meiner Hängematte auf Balkonien nach dem Motto „Träume dein Leben“ gelebt - stets in der Hoffnung, dass ich irgendwann wieder einmal umstellen kann auf „Lebe deinen Traum“.

Welches ist deine nächste Imbach-Reise?

Es sind gleich mehrere Reisen ;-) Doch welche davon wirklich durchgeführt werden können, ist natürlich noch nicht sicher: Ende Juni nach "Valposchiavo", im August "Auf den Spuren der Walser I", im September "Armenien & Georgien" und im Oktober "Namibia mit Kapstadt".

Auf was freust du dich am Meisten, wenn es wieder «losgeht»?

Auf die Kontakte, das Miteinander sein, das Zusammensitzen, Plaudern und nebenbei Wandern in einer neuen Umgebung.

Was macht für dich eine gute Wanderreise aus?

Im Vorfeld die gute Organisation von Imbach und meine eigene Planung. Vor Ort eine umgängliche Reiseleitung, eine nicht all zu grosse Reisegruppe, gemeinsame Mahlzeiten mit örtlichen Spezialitäten, schönes Wetter und natürlich anspruchsvolle Wanderungen (vorzugsweise 4+).

Was war dein prägendstes/lustigstes/skurrilstes Erlebnis auf einer Imbach Wanderreise?

An jedem Tag zur freien Verfügung mache ich jeweils eine anspruchsvolle und ausgedehnte Solotour. Letzen November/Dezember war ich in Costa Rica. Dort sind keine ausgedehnten Touren möglich, da alles entweder Nationalpark oder Privatbesitz ist. Also bin ich am „Strandtag“ auf Küstenwanderung über kleinere Sandstrände und mehrheitlich Lavafelsen gegangen mit dem Ziel das nächste Dorf zu erreichen. Eine erste heikle Stelle, ein teilweise wassergefüllter Felseinschnitt von etwa 3 Meter Tiefe und 1.20 Meter Breite, konnte ich noch meistern. Kurze Zeit später stand ich dann am Meer - links die unüberwindbare Felssteilküste, an der Wasserkante mit zahlreichen Seeigeln bevölkert und in Front etwa eine 3 Meter breite Wasserfurt, die es zu durchqueren galt. Im richtigen Moment hätte man in der Brandung durch 20 cm tiefes Wasser waten können. Doch ich habe leider den falschen Moment erwischt: Eine Welle hat mich hinausgetragen und mit Rucksack und umgehängter Kamera musste ich wieder irgendwie Land erreichen. Dabei bin ich fast „abgesoffen“. Heikel waren dabei vor allem die steilen Felsen und die Seeigel. Patschnass war ich und zudem habe ich den einen Schuh vorübergehend verloren und die Kamera (erst 12 Tage alt!) war ganz hinüber. Nach weiteren 100 Meter war dann endgültig Schluss, da die nächste Furt unüberwindbar war. Also musste ich zurück. Bei den Seeigeln habe ich es problemlos geschafft, doch bei der ersten Stelle war der Felseinschnitt nun ungünstig, da das Gegenüber höher war als mein Standort...und so musste ich einen fast 2-stündigen Umweg einlegen.

Was ist dein Markenzeichen?

Die Kopfbedeckung (früher war’s ein Strohhut, jetzt siehe Foto, welches übrigens auf gesagter Costa Rica Reise entstanden ist). Zudem trage ich täglich ein T-Shirt von einer früheren Tour und wenn immer möglich wandere ich mit Crocs.

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