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Imbach Geheimtipps 2019

Wandern ist nicht nur die beliebteste Freizeitaktivität in der Schweiz, sondern das Wandern hat in den letzten Jahren einen richtigen Boom erlebt und liegt voll im Trend. Erfreulich und schön, aber nichts Neues für Imbach Reisen! Das Unternehmen setzt schon seit über 50 Jahren auf die Karte «Wandern» und ist der Spezialist für geführte Wanderreisen weltweit. Das Team von Imbach Reisen kennt die Destinationen und Wanderungen aus eigener Erfahrung. Im Folgenden verraten sechs Product Manager ihre Lieblingsreise.

Erfasst von/Erschienen im: TRAVEL INSIDE 01.04.2019

Sandra Zimmermann: Grönland

Reise ins Unbekannte

«Grönland gehört zu unseren neuen Reisen, die wir anbieten, und sie ist meine absolute Lieblingsreise. Eine unserer Reiseleiterinnen war vor einiger Zeit für vier Wochen in Grönland und hat uns diese Destination als neues Angebot vorgeschlagen. Grönland ist noch eher unbekannt und fasziniert durch die einmalige Natur, die Gletscher oder die Wale, die auch vom Ufer aus hervorragend beobachtet werden können.

Während die meisten die Insel entweder mit dem Schiff erkunden oder nur im Zelt unterwegs sind, wohnen wir hauptsächlich in komfortablen Unterkünften, das heisst in Guesthouses, Lodges oder eine Nacht auch auf einer Fähre. Es gibt aber auch eine Übernachtung im Zelt auf dem Gletscher. Bereits die Organisation dieser Unterkünfte war für mich etwas Besonderes, denn die Auswahl ist nicht so gross. Angesprochen werden eher unkomplizierte, abenteuerlustige Wanderer, denn teilweise muss man sich ein Doppelzimmer teilen oder das Badezimmer befindet sich auf dem Gang.

Der Tourismus steckt hier noch etwas in der Kinderschuhen, entwickelt sich aber stetig. Die Reisegruppe ist sehr klein, da die Boote, die wir teilweise für den Transfer benötigen, nicht mehr als zwölf Personen fassen.

Dieses Jahr führen wir die Reise zum ersten Mal durch, doch sie war bereits nach kurzer Zeit ausgebucht. Auch für nächstes Jahr haben wir schon wieder Anfragen.»

Carina Kamper: Paxos

Kleine Insel ganz gross

«Ich war kürzlich auf Paxos auf Studienreise und habe mich gleich in das Eiland verliebt. Es ist eine sehr kleine griechische Insel in der Nähe von Korfu, sehr beschaulich und nicht touristisch. Daher kann man das Authentische der Insel noch wirklich erleben. Es gibt mehrere schöne Küstenorte, der Schwerpunkt dieser Wanderreise liegt auf der Natur. Die Ausflüge werden alle von Gaios organisiert und dauern meist nur einen halben Tag, sodass man nachmittags noch viel Zeit zur freien Verfügung hat und beispielsweise den Hotelstrand geniessen kann.

Das Highlight dieser Reise ist für mich der Ausflug auf die kaum bewohnte Schwesterinsel Antipaxos, die mit einer halbstündigen Bootsfahrt erreicht wird und nur 3 km2 gross ist. Hier ist das Wasser noch türkisfarbener und die Strände sind aus feinstem weissen Sand. Man wähnt sich fast wie in der Karibik.

Die Reise eignet sich für Griechenlandliebhaber, die etwas Neues suchen, oder für solche, die das Beschauliche bevorzugen.»

Christian Fries: Von Nazareth nach Bethlehem

Eindrücklich und nachhaltig

«Unsere Wanderreise durch das Heilige Land ist für mich das absolute Highlight in unserem Angebot. Diese Reise ist sehr eindrücklich und bewegend. Da wir teilweise bei den Einheimischen – Christen, Muslimen und Beduinen – wohnen oder essen, erleben die Teilnehmer hautnah den Palästinakonflikt und merken, wie dieser das Leben der dortigen Bevölkerung beeinflusst.

Allein das Passieren des Checkpoints am zweiten Tag der Reise, bei dem man mit dem Koffer zwischen Stacheldraht hindurch durch das Drehkreuz gehen muss, während man vom Militär beäugt wird, hinterlässt bereits einen nachhaltigen Eindruck. Hier betritt man eine ganz andere Welt: Während Israel sauber und modern ist, präsentiert sich das Westjordanland arabisch, chaotisch und eher ärmlich. Auch die Ausreise aus Israel ist ein spezielles Erlebnis: Die Beamten möchten teilweise ganz genau wissen, wo die Gruppe war, was sie sich angesehen hat und manche möchten sogar die Fotos sehen, die man gemacht hat.

Wir wandern eigentlich den Weg, den Jesus gegangen ist. Daher ist die Reise etwas religiös angehaucht, aber der Hauptfokus liegt auf dem Konflikt rund um Palästina. Aber auch die Landschaft ist sehr eindrücklich und verändert sich im Laufe der Wanderung von grün und fruchtbar hin zu braun und karg.

Die Reise zieht sehr unterschiedliche Interessensgruppen an – solche, die sich für die Religion interessieren, solche, die mehr über den Palästinakonflikt erfahren möchten, oder solche, die einfach eine ganz besondere Wanderreise unternehmen möchten.»

Franziska Lötscher-Felder: La Palma

Hawaii in klein

«Nach nur vier Flugstunden befindet man sich auf der Kanareninsel in einer ganz anderen Welt, die ziemlich afrikanisch angehaucht ist. Die Insel ist sehr vom Vulkanismus geprägt, was die Landschaft so besonders macht. Die Gruppe wandert auf einem Vulkankrater, von wo die Aussicht einfach unbeschreiblich ist.

Die Natur ist wahnsinnig vielfältig und reicht von schwarzen Sandstränden, über grüne Felder, karge Aschefelder bis hin zu den Lorbeerwäldern mit bis zu 4 Meter hohen Farnen im Nordosten der Insel. Ausserdem fahren wir hoch zum Observatorium auf dem Roque de Los auf 3000 Metern über Meer, das sich mit Hawaii darüber streitet, welches nun zuerst gebaut wurde. Eigentlich ist La Palma wie Hawaii in klein.

Unsere Reiseleiter kennen den Vulkanismus bestens und können den Teilnehmern auf den Anfahrtsreisen vieles erklären. Auch die Pflanzenwelt ist einmalig, es gibt auf La Palma beispielsweise einen ganz besonderen Drachenbaum. Bei Fotografen ist insbesondere diese Reise dank der grossen Kontraste sehr beliebt und bietet viele tolle Fotosujets».

Tamina Meier: Armenien

Unbekanntes Land

«Armenien ist ein sehr schönes und vielseitiges Land, das man üblicherweise nicht so auf dem Radar hat.Manche können sich unter der Destination gar nicht so viel vorstellen. Armenien ist ein Gebirgsland mit grossartigen weiten Landschaften und verschiedenen Gesteinen. Es gibt sehr viele Kirchen und Klöster aus der christlichen Frühzeit, die auf den Wanderungen besucht werden, es geht auch querfeldein durchs Land, wo Begegnungen mit der Bevölkerung gang und gäbe sind. Man unterhält sich oftmals mit Händen und Füssen. Die lokale Reiseleitung weiss sehr viel über die Kultur, Geschichte und das Leben in Armenien zu erzählen. Das kann auch mal ein Rezept sein, das man nachkochen kann oder ein Witz aus Radio Eriwan.

Das Besondere an Armenien ist für mich die Herzlichkeit der Einheimischen. Man wird überall mit offenen Armen empfangen. Auch die Weite des Landes ist sehr eindrucksvoll, sei es im Frühling mit saftig-grünem Gras oder die trockene Steppen-Landschaft im Herbst.»

Astrid Arregger: Italien

Dolce Vita und mehr

«Italien ist neben Griechenland die Hauptdestination in unserem Angebot. Ich liebe das Land inständig und komme jedes Mal ins Schwärmen, wenn ich die Kunden berate. Auch wenn man in Bella Italia schon Einiges kennt, das Land hat noch viele unbekannte Ecken zu bieten. Ich denke da beispielsweise an Cilento, das gleich an die sehr bekannte Amalfi-Küste anschliesst. Auch dieser Küstenabschnitt verführt durch feine Sandstrände, schroffe Steilküsten, Berge, Schluchten und mittelalterliche Dörfer – hier ist es aber einiges ruhiger als weiter nördlich.

Auf unseren Wanderungen kommen wir an Orte, wohin sich sonst kaum ein Tourist verirrt. Selbst in Venedig oder auf Capri, die vom Overtourism geplagt sind, finden wir Spots abseits jeglicher Touristenströme. Auch die Inseln Giglio oder Ponza sind kleine Perlen, wo man durch unberührte Natur wandern kann.

Das Authentische und das Kennenlernen von Land und Leute ist uns wichtig.

Wanderer sind ja eigentlich alles gleich gesinnte Leute. Sie lieben die Natur, bewegen sich gerne, schätzen ein gutes Essen und dazu ein Gläschen Wein aus der Region. Das kann Italien alles problemlos bieten. Jede Region hat ihre ganz spezielle Landschaft, ihren Dialekt und ihre kulinarischen Spezialitäten. Und auch wenn manche unserer Kunden bereits oft in Italien waren, finden wir für sie immer etwas Spezielles, wo das charakteristische Dolce Vita wieder auflebt.»

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