Offizieller Name des Staates
Italienische Republik. 301.338 qkm. 60.461.826 (UNO Schätzung 2020). 201 pro qkm.Hauptstadt
Rom.Geographie
Italien gliedert sich in die italienischen Alpen, die norditalienische Tiefebene, die eigentliche Apenninenhalbinsel und in zahlreiche Inseln, – Sizilien, Sardinien, Elba, Ischia und Capri sind wohl die bekanntesten. Die in Oberitalien gelegenen Alpen bilden eine natürliche Grenze zu Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Im Süden, Südwesten und Südosten wird das Land vom Mittelmeer begrenzt. Außerdem grenzt Italien an San Marino und Vatikanstadt. Die Apenninen, die eine Höhe bis zu 2910 m erreichen, durchziehen die gesamte Halbinsel. Norditalien umfasst die Alpen, die fruchtbare, dicht besiedelte Po-Ebene und den ligurisch-etruskischen Teil der Apenninen. In der Region Piemonte und Val d'Aosta liegen einige der höchsten Berge und schönsten Skigebiete Europas. Zahlreiche Gebirgsflüsse fließen von den Bergen zur Po-Ebene und durchziehen das italienische Seengebiet (Lago Maggiore, Lago di Como und Lago di Garda sind die bekanntesten). Die Po-Ebene besteht überwiegend aus fruchtbarem Schwemmland. Der Po, der größte Strom Italiens, mündet im Osten in die Adria. Mittelitalien liegt im nördlichen Teil der italienischen Halbinsel. Die Landschaft der Toskana ist sehr abwechslungsreich; schneebedeckte Berge (Appennino Toscano), saftiges grünes Land, Hügel, Sandstrände und zahlreiche Inseln in Küstennähe erwarten den Besucher. Die Region Marche, zwischen den Apenninen und der Adria gelegen, ist ein Bergland mit Flüssen und kleinen, fruchtbaren Ebenen. Die gebirgigen Regioni (Verwaltungsbezirke) der Abruzzen grenzen im Norden an die Marken, das südlich der Abruzzen gelegene Molise grenzt im Süden an Puglia. Lazio und Campania liegen am Tyrrhenischen Meer und bilden die westliche Grenze. Umbria, das »grüne Herz Italiens«, besteht aus Hügeln und weiten Ebenen. Süditalien reicht von Baia Domizia bis hin zum Golf von Neapel und zieht sich an der felsigen Küste entlang bis zur Grenze nach Kalabrien hin. In der Campania gibt es niedrige Berge mit flachen Küstenregionen. Die süditalienischen Apenninen sind niedriger als die nördlichen, die Appennino Neapolitano gehen langsam in das sanfte Hügelland der Umgebung von Sorrent über. Die Inseln Capri, Ischia und Procida im Tyrrhenischen Meer gehören ebenfalls zur Campania. In Apulien prägen vulkanische Hügel und abgelegene Sümpfe das Landschaftsbild. In Süditalien gibt es noch aktive Vulkane, der Vesuv, östlich von Neapel, ist einer der größten Vulkane Europas. Kalabrien, die »Stiefelspitze«, ist waldreich und dünn besiedelt.Regierung
Republik seit 1946. Verfassung von 1948, letzte Änderung 2007. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus (Camera dei Deputati) mit 630 Mitgliedern und Senat (Senato della Repubblica) mit 315 Mitgliedern. Wahl des Staatsoberhauptes alle 7 Jahre durch ein Wahlmänner-Kollegium. Nationale Einheit seit 1861. Italien ist EU-Mitglied.Staatsoberhaupt
Sergio Mattarella, seit Februar 2015.Regierungschef
Premierminister Giorgia Meloni, seit Oktober 2022.Elektrizität
230 V, 50 Hz.Zeitzone
Regierungschef
Premierminister Giorgia Meloni, seit Oktober 2022.Anreise mit dem Flugzeug
Italiens nationale Fluggesellschaft heißt ITA Airways (AZ). ITA fliegt ab Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart nach Rom sowie ab München nach Mailand. Tuifly (X3) verbindet zahlreiche deutsche Städte sowie Wien, Genf und Zürich mit italienischen Destinationen. Air Dolomiti (EN) fliegt von München und Frankfurt/M. aus verschiedene italienische Städte an. KM Malta Airlines fliegt mehrmals wöchentlich von München nach Catania (Sizilien). Italien wird auch von Lufthansa (LH), Eurowings (EW), Austrian Airlines (OS) und Swiss (LX) angeflogen. Eurowings (EW) fliegt u.a. ab Hannover nach Bergamo sowie ab Nürnberg nach Rom. Austrian Holidays (OS) verbindet u.a. Wien mit Catania, Olbia, Neapel und Palermo. Condor (DE) fliegt von zahlreichen deutschen Flughäfen nach Olbia und nach Lamezia Terme sowie ab Frankfurt a.M. nach Mailand Malpensa und Rom. Ab Zürich fliegt Condor (DE) nach Olbia. Discover Airlines (4Y) fliegt ab München nach Neapel, Palermo und Rom. AeroItalia (XZ) fliegt ab Wien nach Ancona. Ryanair (FR) fliegt u.a. von Berlin nach Mailand und von Wien nach Salerno. Wizz Air (W6) fliegt ab Basel nach Palermo sowie ab Berlin und Hamburg nach Rom-Fiuminico. easyJet (U2) fliegt u.a. ab Innsbruck, Salzburg und Zürich nach Neapel sowie ab Basel-Muhouse-Freiburg Euro Airport nach Rimini und ab Wien nach Mailand-Linate.Flugzeiten
Frankfurt - Rom: 2 Std.; Frankfurt - Florenz: 1 Std. 30 Min.; Frankfurt - Venedig: 1 Std. 15 Min.; Wien - Rom: 1 Std. 40 Min.; Zürich/Genf - Rom: 1 Std. 25 Min.Anreise mit dem Pkw
Italien grenzt an Frankreich, die Schweiz, Österreich und Slowenien. Da alle Nachbarstaaten dem Schengen-Raum angehören, gibt es an den Landgrenzen in der Regel keine festen Grenzkontrollen. Stichprobenartige Überprüfungen sind jedoch jederzeit möglich. Für die Einreise mit dem Fahrzeug ist der nationale Führerschein ausreichend. Wichtige Alpenübergänge und Routen Die Anreise über die Alpen erfolgt über gut ausgebaute Autobahnen, Tunnel und Passstraßen: Österreich: Eine der wichtigsten Verbindungen ist der Brennerpass (A13/A22), der Innsbruck direkt mit Südtirol (Bozen) und Oberitalien verbindet. Frankreich: Beliebte ganzjährige Verbindungen führen durch den Mont-Blanc-Tunnel (vom Aostatal nach Frankreich) sowie den Fréjus-Tunnel. Schweiz: Wichtige Korridore verlaufen über die Gotthard- und Simplon-Routen in Richtung Mailand. Alternativ verkehren Autozüge durch den Simplontunnel zwischen Brig (Wallis) und Iselle (Fahrzeit ca. 20 Minuten). Von Iselle gelangt man bei Domodossola schnell auf das italienische Autobahnnetz. Ferner verbindet der Große-St.-Bernhard-Tunnel das Aostatal mit der Schweiz. Slowenien: Im Nordosten ermöglichen die Grenzübergänge bei Triest und Gorizia eine unkomplizierte Weiterfahrt nach Friaul-Julisch Venetien und Venedig. Hinweis für den Winter: Bei Fahrten über Gebirgspässe und alpine Routen muss wetterbedingt mit Einschränkungen gerechnet werden. In vielen Regionen und auf Autobahnen gilt im Winter eine Winterreifen- oder Schneekettenpflicht. Maut und Tunnelgebühren Das italienische Autobahnnetz ist fast flächendeckend mautpflichtig (eine Ausnahme bildet u. a. die A2 Autostrada del Mediterraneo von Salerno nach Reggio Calabria). Die Mautzahlung erfolgt an den Mautstellen in bar, mit EC- oder Kreditkarte sowie elektronisch (z. B. via Telepass, UnipolMove oder MooneyGo). Zusätzliche Tunnelgebühren fallen für folgende Alpenpässe an: Mont-Blanc-Tunnel (Italien – Frankreich) Fréjus-Tunnel (Italien – Frankreich) Großer-St.-Bernhard-Tunnel (Italien – Schweiz) Munt-la-Schera-Tunnel (Italien – Schweiz) Zudem können für einzelne Passstraßen (wie z. B. das Timmelsjoch oder den Stallersattel) saisonale Mautgebühren anfallen. Anreise mit dem Fernbus Zahlreiche Fernbusanbieter wie Flixbus bieten direkte Verbindungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien an. Häufig angefahrene Zielen sind unter anderem Mailand, Venedig, Rom und Bologna (inklusive Tag- und Nachtverbindungen ab Städten wie München, Freiburg oder Wien). In den Wintermonaten werden zudem spezielle Verbindungen in die Skigebiete der Dolomiten angeboten.Anreise mit der Bahn
Italien ist über ein gut ausgebautes Verkehrsnetz aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gut erreichbar. Da alle Nachbarstaaten dem Schengen-Raum angehören, gibt es an den Landgrenzen in der Regel keine festen Grenzkontrollen, wobei stichprobenartige Überprüfungen jederzeit möglich sind. Für die Einreise mit dem Fahrzeug reicht der nationale Führerschein aus. Die Anreise mit dem Auto erfolgt über wichtige Alpenübergänge wie den Brennerpass (A13/A22) aus Österreich, die Tunnelverbindungen Mont-Blanc und Fréjus aus Frankreich sowie die Gotthard- und Simplon-Routen aus der Schweiz. Alternativ verkehren Autozüge durch den Simplontunnel zwischen Brig (Wallis) und Iselle (Fahrzeit ca. 20 Minuten), von wo aus man schnell die italienische Autobahn erreicht. Aus Slowenien führen unkomplizierte Routen bei Triest und Gorizia nach Norditalien. Bei Fahrten im Winter muss auf alpinen Strecken mit Einschränkungen sowie einer Winterreifen- oder Schneekettenpflicht gerechnet werden. Die Autobahnen in Italien sind fast flächendeckend mautpflichtig (eine Ausnahme bildet u. a. die A2 Autostrada del Mediterraneo von Salerno nach Reggio Calabria). Die Maut wird in bar, mit Karte oder elektronisch (z. B. Telepass) bezahlt. Zusätzliche Gebühren fallen für Tunnels wie den Mont-Blanc, Fréjus, Großen St. Bernhard oder Munt-la-Schera sowie für einzelne Gebirgspässe an. Im Bahnverkehr verbinden Schienenkorridore Mitteleuropa mit Italien. Aus der Schweiz sorgen der Gotthard- und der Lötschberg-Basistunnel für schnelle Verbindungen, unter anderem mit dem modernen Hochgeschwindigkeitszug Giruno der SBB. Zusammen mit Trenitalia bestehen tägliche Direktverbindungen ab Genf, Basel und Zürich nach Mailand (mit Anschluss nach Venedig, Florenz oder Bologna). Die Fahrzeit von Zürich nach Mailand beträgt etwa 3 Stunden und 15 Minuten. Aus Deutschland und Österreich verkehren EuroCity-Züge von DB und ÖBB ab München über Innsbruck, Bozen und Verona nach Bologna. In Verona und Bologna besteht direkter Anschluss an die italienischen Hochgeschwindigkeitszüge Richtung Rom, Neapel und Turin. Zudem fährt täglich ein EuroCity-Express (ECE) von Frankfurt am Main via Schweiz nach Mailand. Für die Anreise über Nacht bieten ÖBB Nightjet-Züge tägliche Verbindungen aus Deutschland und Österreich nach Venedig, Rom, Mailand und an die Ligurische Küste an. In den Wintermonaten verbindet Zudem der European Sleeper Brüssel und Köln mit Zielen in Norditalien. Wer eine besondere Route sucht, kann mit der Ganzjahres-Seilbahn Matterhorn Alpine Crossing direkt von Zermatt (Schweiz) nach Breuil-Cervinia (Italien) schweben. Ergänzend bieten Fernbusanbieter wie Flixbus zahlreiche Tag- und Nachtlinien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Mailand, Venedig, Rom sowie in den Wintermonaten direkt in die Skigebiete der Dolomiten an.Bahnpässe
Der Interrail One Country Pass und der Interrail Global Pass sind in Italien gültig.Anreise mit dem Schiff
Zahlreiche Schiffs- und Fährverbindungen verknüpfen Italien mit seinen Nachbarstaaten und dem Mittelmeerraum. Regelmäßige Routen bestehen unter anderem nach Albanien, Griechenland, Kroatien und Montenegro über die Adria sowie nach Korsika, Spanien, Marokko und Tunesien. Auskünfte zu den aktuellen Fahrplänen und Buchungsmöglichkeiten erteilen die jeweiligen Reedereien sowie die offiziellen Fremdenverkehrsämter. Fährverbindungen verschiedener Schifffahrtsgesellschaften von und nach Italien können bequem online bei Anbietern wie Direct Ferries gebucht werden.Fähranbieter
Zu den wichtigsten Fährgesellschaften im internationalen Schiffsverkehr von und nach Italien gehören unter anderem Superfast Ferries, SNAV, Liberty Lines, Moby Lines und Navigazione Libera del Golfo.Unterwegs mit dem Flugzeug
ITA - Airways und andere Fluggesellschaften, wie z.B. Eurowings, Easyjet, Ryanair und Wizz Air, fliegen alle größeren Städte des Landes an. ITA fliegt ab Rom nach Mailand, Catania, Bari und Lamezia Terme sowie ab Mailand nach Bari und Neapel.Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das italienische Straßennetz erstreckt sich über mehr als 480.000 Kilometer und ist in verschiedene Kategorien unterteilt: Autobahnen (Autostrade, A) für den Fernverkehr, Staatsstraßen (Strade Statali, SS) zur Verbindung von Regionen und Orten sowie Provinzial- und Kommunalstraßen (SP und SC) für den regionalen und lokalen Verkehr. Mit Ausnahme einzelner Abschnitte (wie der mautfreien A2 Autostrada del Mediterraneo von Salerno nach Reggio Calabria) sind die Autobahnen in Italien fast flächendeckend mautpflichtig. Die Bezahlung an den Mautstationen erfolgt spurabhängig: Gelb markierte Spuren sind ausschließlich für elektronische Mautsysteme reserviert. Blaue Spuren dienen der Zahlung mit EC- oder Kreditkarte, während weiße Spuren für Bargeld- und Kartenzahlung vorgesehen sind (teils mit Personal, teils automatisch). Neben der Kartenzahlung stehen für die automatische Abrechnung elektronische Transponder wie Telepass, UnipolMove oder MooneyGo zur Verfügung. Auf bestimmten Strecken in Norditalien (u. a. A36, A59 und A60 der Autostrada Pedemontana Lombarda) gilt das kamerasystembasierte Free Flow System, das eine vorherige Online-Registrierung oder Nachzahlung erfordert. Sollte an einer Mautstation eine Schranke aufgrund eines technischen Defekts geöffnet sein, darf nicht einfach ohne Zahlung durchgefahren werden. Über den Hilfeknopf an der Säule muss ein Beleg angefordert werden, um die offene Mautgebühr im Nachgang online oder an einer Vertriebsstelle zu begleichen, da andernfalls hohe Nachforderungen drohen. Kraftstoffe wie bleifreies Benzin (Senza Piombo) und Diesel sind flächendeckend erhältlich. An kleineren Tankstellen abseits der Autobahnen ist vereinzelt noch eine Mittagspause zwischen ca. 12:00 und 15:00 Uhr üblich; Selbstbedienungsautomaten (Self) stehen an den Zapfsäulen jedoch meist rund um die Uhr zur Verfügung.Rechtsverkehr/Linksverkehr
rZustand der Straßen
Detaillierte Informationen über das italienische Autobahnnetz, aktuelle Mautgebühren und die Verkehrslage sind direkt bei der Betreibergesellschaft Autostrade per l'Italia erhältlich.Autovermietung
Mietwagen sind in nahezu allen Städten, an den Flughäfen sowie in den größeren Urlaubsregionen Italiens sowohl bei großen internationalen Anbietern (wie Avis, Europcar, Hertz oder Sixt) als auch bei lokalen Autovermietungen (wie Maggiore) erhältlich. Die Schalter befinden sich meist direkt in den Ankunftsterminals der Flughäfen sowie an den Hauptbahnhöfen. Das Mindestalter für die Anmietung liegt in der Regel bei 21 Jahren (je nach Fahrzeugklasse und Anbieter teils auch bei 18 oder 25 Jahren) und der Fahrer muss den Führerschein meist seit mindestens einem Jahr besitzen. Bei Fahrern unter 25 Jahren fällt häufig eine zusätzliche Jungfahrergebühr an. Für die Anmietung wird von den meisten Vermietern eine auf den Namen des Hauptfahrers ausgestellte Kreditkarte zur Kaution verlangt.Taxi
Offizielle Taxis in Italien (in Rom leicht an der weißen Farbe sowie dem Taxi-Schild auf dem Dach und der Lizenznummer an den Türen zu erkennen) stehen an den ausgewiesenen Taxiständen an Bahnhöfen, Plätzen und Flughäfen bereit oder können telefonisch beziehungsweise per App (z. B. FreeNow oder AppTaxi) bestellt werden. Ein Heranwinken auf der Straße ist in italienischen Großstädten unüblich und meist nicht erfolgreich. Für Fahrten zwischen dem Stadtzentrum von Rom und den beiden Flughäfen (Fiumicino und Ciampino) gelten gesetzlich festgelegte Festpreise, die bereits das Gepäck beinhalten. Für Strecken außerhalb des Stadtgebiets oder bei Überlandfahrten sollte darauf geachtet werden, dass das Taxameter eingeschaltet ist bzw. der Fahrpreis vor Fahrtantritt klar vereinbart wird.Reisebus
Ein dichtes Netz aus Regional- und Langstreckenbussen verbindet Städte, kleinere Ortschaften und ländliche Regionen in ganz Italien. Auch auf den Inseln Sardinien (z. B. mit den ARST-Bussen) und Sizilien (z. B. SAIS oder AST) sorgt der Busverkehr für eine gute Abdeckung von der Küste bis ins Landesinnere. In abgelegeneren Gebieten oder Bergregionen ist der Busverkehr das Hauptverkehrsmittel, da das Schienennetz dort oft spärlich ausgebaut ist. Zu beachten ist, dass auf vielen regionalen Strecken an Sonn- und Feiertagen sowie in den Schulferien ein deutlich reduzierter Fahrplan gilt. Busfahrkarten für den Regionalverkehr müssen in der Regel vor Fahrtantritt in Tabakläden (Tabacchi), an Kiosken oder Bahnhöfen gekauft und beim Einsteigen entwertet werden.Vorschriften
Im Fahrzeug müssen ein Warnkreuz bzw. rotes Warndreieck sowie für alle Insassen eine reflektierende Warnweste mitgeführt werden. Das Tragen der Warnweste ist Pflicht, wenn das Fahrzeug außerhalb geschlossener Ortschaften bei einer Panne oder einem Unfall verlassen und die Fahrbahn betreten wird. In geschlossenen Ortschaften gilt grundsätzlich ein Tempolimit von 50 km/h; in ausgewiesenen Zonen – wie Teilen der historischen Innenstädte von Bologna, Florenz, Mailand und Rom – sind 30 km/h vorgeschrieben. Außerorts betragen die Höchstgeschwindigkeiten 90 km/h auf Landstraßen, 110 km/h auf Schnellstraßen (bei Regen 90 km/h) und 130 km/h auf Autobahnen (bei Regen 110 km/h). Für Gespanne (Pkw mit Anhänger oder Wohnwagen) gelten strengere Limits: maximal 70 km/h außerorts und auf Schnellstraßen sowie maximal 80 km/h auf Autobahnen. Eine deutsche 100-km/h-Zulassung für Gespanne besitzt in Italien keine Gültigkeit. Für den Wintersport auf italienischen Skipisten gelten strenge Sicherheitsauflagen: Alle Skifahrer, Snowboarder und Rodler müssen eine gültige Haftpflichtversicherung für Schäden gegenüber Dritten nachweisen können. Zudem besteht eine Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre (einige Wintersportregionen schreiben den Helm mittlerweile altersunabhängig für alle Pistennutzer vor).Pannenhilfsdienst
Der ADAC-Auslandsnotruf bietet Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Schutzbriefs Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, dem Verlust von Reisedokumenten sowie bei medizinischen Notfällen. Die Notrufzentralen sind rund um die Uhr erreichbar: Bei Pannen und Unfällen unter +49 89 22 22 22, bei Erkrankungen und medizinischen Notfällen unter +49 89 76 76 76. Alternativ können Pannen im Ausland auch digital über die ADAC-Pannenhelfer-App gemeldet werden. Vor Ort in Italien arbeitet der ADAC eng mit dem italienischen Automobilclub ACI (Automobile Club d'Italia) zusammen.Dokumentation
Ein Führerschein aus einem EU- oder EWR-Staat ist in Italien uneingeschränkt gültig. Nationale Führerscheine aus Drittstaaten außerhalb der EU/EWR werden in Verbindung mit einem Internationalen Führerschein (oder einer beglaubigten Übersetzung) anerkannt. Wichtig zu beachten: Vorläufige oder befristete Papierführerscheine sowie Führerscheine auf Probe werden von den italienischen Behörden in der Regel nicht anerkannt. Für das Fahren von Motorrädern und Roller-Klassen ist der entsprechende nationale bzw. EU-Führerschein erforderlich (z. B. Klasse AM für Mopeds bis 50 ccm, Klasse A1/A2/A für leistungsstärkere Zweiräder). Das Mitführen eines Schutzhelms (ECE-Norm) ist für Fahrer und Sozius gesetzlich vorgeschrieben. Als Nachweis einer gültigen Kfz-Haftpflichtversicherung reicht für Fahrzeuge aus EU- und EFTA-Staaten das amtliche Kennzeichen (Kennzeichenabkommen). Es wird jedoch dringend empfohlen, die Grüne Versicherungskarte (Internationale Versicherungskarte) mitzuführen, da sie bei der Unfallaufnahme die Schadensabwicklung vor Ort erheblich erleichtert. Neben den Zulassungsdokumenten (Fahrzeugschein / Zulassungsbescheinigung Teil I) sollte eine Vollmacht des Fahrzeughalters mitgeführt werden, wenn das Fahrzeug nicht auf den Fahrer zugelassen ist.Unterwegs in der Stadt
Die italienischen Großstädte wie Rom, Mailand, Neapel, Turin, Genua und Venedig verfügen über ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrssystem aus U-Bahnen (Metropolitana), Straßenbahnen, Bussen sowie teils Oberleitungsbussen. In Rom besteht das U-Bahn-Netz aus den Linien A, B/B1 und C (wobei die Linie C stetig weiter in Richtung Zentrum ausgebaut wird). Auch Städte wie Mailand, Turin, Neapel, Brescia, Genua und Catania besitzen eigene U-Bahn-Netze. Fahrkarten gelten in der Regel verkehrsmittelübergreifend für Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen im jeweiligen Tarifgebiet. Ein Standard-Einzelticket ist nach der Entwertung meist für 90 bis 100 Minuten gültig. Tickets müssen in der Regel vor Fahrtantritt in Tabakläden (Tabacchi), an Kiosken, in Zeitungsgeschäften oder an Automaten in den Stationen gekauft werden. Zudem setzt sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln fast aller Großstädte das kontaktlose Bezahlen per Bankkarte oder Smartphone direkt am Entwerter (Contactless Pay / Tap & Go) durch. Neben Einzeltickets werden Mehrtagespässe für Touristen angeboten (in Rom beispielsweise Tages-, 48-Stunden-, 72-Stunden-Tickets oder Wochenkarten der Betreibergesellschaft ATAC). In Bussen und Straßenbahnen müssen Papiertickets direkt beim Einsteigen an den gelben oder gelb-grauen Automaten entwertet werden. Für die Parkraumbewirtschaftung gilt in ganz Italien ein einheitliches Farbsystem der Bodenmarkierungen: Weiß steht für kostenfreies Parken, Blau kennzeichnet kostenpflichtige Parkplätze (Zahlung am Parkscheinautomaten oder per App wie EasyPark). Gelbe Linien reservieren Parkflächen für Anwohner, Behinderte, Taxis oder Ladezonen. In vielen historischen Stadtzentren (Zona a Traffico Limitato, ZTL) gilt zudem ein striktes Fahrverbot für uneingeschränkten Fahrzeugverkehr.Vor Ort unterwegs mit der Bahn
Das italienische Schienennetz wird maßgeblich von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Trenitalia betrieben. Ergänzt wird dieses Angebot durch den privaten Hochgeschwindigkeitsanbieter Italo (NTV) sowie durch verschiedene regionale Bahngesellschaften. Trenitalia betreibt die bekannten Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszüge, die wichtige Knotenpunkte wie Turin, Mailand, Venedig, Bologna, Florenz, Rom, Neapel und Salerno in hoher Frequenz miteinander verbinden. Auf weiteren Hauptachsen verknüpfen sie Städte wie Bozen, Verona, Genova, Lecce und Reggio Calabria. Für Strecken über Nacht stehen die Intercity Notte-Züge von Trenitalia zur Verfügung, die Metropolen auf dem Festland sowie Direktverbindungen nach Sizilien bedienen (wobei die Züge auf die Fähre verladen werden). Auf Sardinien verbindet ein regionales Schienennetz Städte wie Cagliari, Sassari, Olbia und Porto Torres. Besondere Reiseerlebnisse bieten die historischen Züge der Fondazione FS sowie der Luxuszug Orient Express La Dolce Vita, der auf ausgewählten Panoramastrecken durch mehrere Regionen Italiens verkehrt. Klassische Inlands-Autoreisezüge werden von Trenitalia derzeit nicht mehr angeboten. Für die flexible Erkundung des Landes eignet sich für Reisende mit Wohnsitz in Europa der Interrail Italien Pass, der an flexibel wählbaren Tagen innerhalb eines Monats unbegrenzte Fahrten ermöglicht (Reservierungsgebühren für Hochgeschwindigkeitszüge fallen separat an).Bahnpässe
Der Interrail One Country Pass und der Interrail Global Pass sind auch in Italien gültig.Anmerkung zur Bahnreise
In den Zügen der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia können kleine Hunde und Haustiere bis zu den Maßen 70 x 30 x 50 cm in einer Transportbox kostenfrei mitgenommen werden. Auch größere Hunde sind in den meisten Zügen (wie Frecciarossa, Intercity und Regionalzügen) erlaubt, benötigen jedoch ein eigenes Ticket. Voraussetzung für größere Hunde ist das Führen an der Leine sowie das Tragen eines Maulkorbs. Zudem müssen der EU-Heimtierausweis und der Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung mitgeführt werden. Blinden- und Assistenzhunde reisen grundsätzlich kostenlos und ohne Einschränkungen mit. Weitere Informationen bietet Trenitalia.Unterwegs mit dem Schiff
Zu den wichtigsten Hafenstädten Italiens zählen Ancona, Brindisi, Cagliari, Civitavecchia, Genua, Livorno, Neapel, Palermo und Venedig. Zahlreiche Auto- und Passagierfähren verbinden das italienische Festland ganzjährig mit den Inseln Sardinien, Sizilien, den Äolischen Inseln sowie Elba und Capri. Neben regulären Fährschiffen kommen auf kürzeren Strecken auch Schnellfähren und Tragflügelboote zum Einsatz. Wichtige Fährgesellschaften im italienischen Insel- und Küstenverkehr sind unter anderem Tirrenia, Moby Lines, SNAV sowie Grimaldi Lines. Auch auf den großen oberitalienischen Seen (Gardasee, Lago Maggiore, Comer See und Iseosee) besteht ein dichtes Fährnetz für Personen und Fahrräder sowie teilweise für Pkw. Die Fahrten auf dem Gardasee, Comer See und Lago Maggiore werden zentral von der Schifffahrtsgesellschaft Gestione Navigazione Laghi betrieben.Nationalitäten
| Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich | |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | 1 | Ja |
| Andere EU-Länder | Nein | Nein | Nein |
| Schweiz | Nein | Nein | Nein |
| Österreich | Nein | Nein | Nein |
| Deutschland | Nein | Nein | Nein |
Personalausweise/Identitätskarten
U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit einem gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen: EU-Länder und Schweiz.Reisepassinformationen
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU- und EFTA-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.Anmerkung zum Reisepass
Italien ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Diese Bestimmungen gelten auch für San Marino und Vatikanstadt. Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass
Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.Visainformationen
Ein Visum ist für die Einreise nach Italien allgemein erforderlich. Ausgenommen von der Visumpflicht sind Staatsbürgerinnen und Staatsbürger der EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz. Bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen müssen sich EU-/EWR-Bürger jedoch bei der örtlichen Meldebehörde (Anagrafe) registrieren. Ebenfalls visumfrei für touristische oder geschäftliche Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen können Angehörige folgender Drittstaaten einreisen: Amerika: Antigua und Barbuda, Argentinien, Bahamas, Barbados, Brasilien, Chile, Costa Rica, Dominica, El Salvador, Grenada, Guatemala, Honduras, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Uruguay, Venezuela und die USA. Asien & Naher Osten: Brunei, Georgien, Israel, Japan, Malaysia, Malediven, Singapur, Südkorea, Taiwan (Pass muss eine Personalausweisnummer enthalten), Timor-Leste, Vereinigte Arabische Emirate sowie Passinhaber der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau. Europa (Nicht-EU): Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Moldau, Monaco, Montenegro, Nordmazedonien, San Marino, Serbien (nur biometrische Pässe), Ukraine, Vatikanstadt und das Vereinigte Königreich. Ozeanien & Afrika: Australien, Kiribati, Marshallinseln, Mikronesien, Neuseeland, Palau, Samoa, Seychellen, Salomonen, Tonga, Tuvalu und Vanuatu. Staatsangehörige anderer Drittstaaten (wie z. B. der Türkei), die im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels oder Visums für einen anderen Schengen-Staat sind, dürfen sich damit ebenfalls bis zu 90 Tage visumfrei in Italien aufhalten (der Aufenthaltstitel muss noch mindestens 3 Monate über die geplante Ausreise hinaus gültig sein). Personen aus hier nicht aufgeführten Ländern wird empfohlen, sich vor der Reise an die zuständige italienische Botschaft oder das Konsulat zu wenden.Kosten
Detaillierte Auskünfte und Anträge sind an die zuständige italienische Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) zu richten. Die Gebühren für ein Schengen-Visum (Kategorie C, für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen) betragen einheitlich 90,00 € für Erwachsene sowie 45,00 € für Kinder im Alter von 6 bis unter 12 Jahren. Ein Flughafen-Transitvisum (Kategorie A) kostet ebenfalls 90,00 €. Kinder unter 6 Jahren sind von der Visumgebühr befreit. Zusätzlich können bei der Beantragung über externe Dienstleister (wie VFS Global oder TLScontact) Servicegebühren anfallen.Visaarten und Kosten
Einreise-, Transitvisum.Gültigkeit
Ein Kurzaufenthaltsvisum (Schengen-Visum der Kategorie C) gestattet einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Ein reines Transitvisum (Kategorie B für den Landweg) wurde durch das Standard-Schengen-Visum ersetzt. Für reine Zwischenstopps auf Flughäfen gilt das Flughafen-Transitvisum (Kategorie A), das ausschließlich zum Aufenthalt im internationalen Transitbereich berechtigt.Transit
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengenland innerhalb von 48 Std. in ein anderes Nicht-Schengenland weiterreisen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum. Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers (s. Kontaktadressen).Antrag erforderlich
Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen). Schengen-Visum: (a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten zehn Jahre ausgestellt worden sein. (b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen. (c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung. (d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen. (e) Visumgebühr. (f) 2 aktuelle biometrische Passbilder. (g) 1 ausgefülltes Antragsformular.Schengen-Visa
Staatsangehörige visumpflichtiger Drittstaaten müssen ein Schengen-Visum grundsätzlich bei der Konsularvertretung des Schengen-Staates beantragen, der das Hauptreiseziel darstellt. Lässt sich kein Hauptreiseziel eindeutig bestimmen, ist die Auslandsvertretung des Landes zuständig, über das die Ersteinreise in den Schengen-Raum erfolgt. Der Antrag muss bei der zuständigen Vertretung im Land des gewöhnlichen Wohnsitzes eingereicht werden. Italienische Vertretungen in Deutschland oder Österreich stellen Visa für Drittstaatsangehörige daher nur in Ausnahmefällen aus, sofern ein rechtmäßiger Wohnsitz im jeweiligen Land nachgewiesen werden kann.Bearbeitungsdauer
Die Bearbeitung eines Antrags auf ein Schengen-Visum (Kurzaufenthalt bis zu 90 Tage) dauert in der Regel etwa 15 Kalendertage, kann sich jedoch in Einzelfällen oder bei erforderlichen Nachprüfungen auf bis zu 45 Kalendertage verlängern. Es wird dringend empfohlen, den Visumantrag mindestens vier Wochen vor der geplanten Abreise einzureichen. Dabei sollten auch nationale Feiertage in Italien sowie im Herkunftsland berücksichtigt werden, da sich die Bearbeitungszeiten dadurch verschieben können. Die Beantragung ist frühestens sechs Monate vor Reisebeginn möglich. Bei Anträgen auf ein nationales Visum für einen längerfristigen Aufenthalt (Kategorie D, z. B. für Studium, Erwerbstätigkeit oder Familiennachzug) kann das Verfahren je nach Visumskategorie und Prüfung durch die italienischen Behörden mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen.Aufenthaltsverlängerung
Bürgerinnen und Bürger der EU, des EWR sowie der Schweiz, die sich länger als drei Monate in Italien aufhalten möchten, benötigen kein Visum, müssen sich jedoch bei der örtlichen Meldebehörde (Anagrafe der jeweiligen Gemeinde) registrieren. Voraussetzung für die Ausstellung der Anmeldebescheinigung ist der Nachweis einer Erwerbstätigkeit, eines Studienplatzes oder – bei Erwerbslosigkeit – über ausreichende finanzielle Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie über einen umfassenden Krankenversicherungsschutz.Einreise mit Kindern
Für die Einreise nach Italien benötigen Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen gültigen Personalausweis (in der Schweiz: Identitätskarte) oder einen gültigen Reisepass. Türkische Staatsangehörige benötigen für die Einreise einen eigenen gültigen Reisepass sowie gegebenenfalls ein Visum oder einen Aufenthaltstitel eines Schengen-Staates. Für Kinder gelten grundsätzlich die gleichen Pass- und Visumbestimmungen wie für Erwachsene; für sie wird ebenfalls ein eigenes Identitätsdokument mit Lichtbild benötigt. Alleinreisende oder nur von einem Elternteil begleitete Minderjährige unter 15 Jahren sollten eine von den Sorgeberechtigten unterschriebene (und vorzugsweise amtlich beglaubigte) Einverständniserklärung inkl. Kopien der Ausweise der Erziehungsberechtigten mitführen. Für italienische Staatsbürger unter 14 Jahren ist eine formelle Reisevollmacht (Dichiarazione di Accompagnamento) bei der Ein- und Ausreise gesetzlich vorgeschrieben. Es wird empfohlen, vor der Reise die genauen Beförderungsbestimmungen der jeweiligen Flug-, Bahn- oder Fährgesellschaft zu prüfen, da private Transportunternehmen zum Teil strengere Vorgaben an Reisedokumente und Vollmachten stellen als die staatlichen Behörden.Einreise mit Haustieren
Für die Einreise nach Italien mit Hunden, Katzen und Frettchen aus EU- und EWR-Ländern sowie der Schweiz gelten die einheitlichen Regelungen der EU: Die Tiere müssen mit einem Mikrochip (ISO-Norm 11784/11785) gekennzeichnet sein und einen EU-Heimtierausweis mitführen. Aus dem Ausweis muss hervorgehen, dass eine gültige Tollwutimpfung vorliegt. Die Impfung muss mindestens 21 Tage vor der Einreise erfolgt sein. Welpen und Jungtiere unter 12 Wochen (ohne Tollwutimpfung) dürfen grundsätzlich nicht nach Italien eingeführt werden. Pro Person dürfen maximal 5 Heimtiere mitgeführt werden. Bei der Einreise mit Heimtieren aus Nicht-EU-Staaten mit erhöhtem Tollwutrisiko ist zusätzlich ein amtliches Veterinärgesundheitszeugnis sowie der Nachweis eines Tollwut-Antikörpertests (Bluttest mindestens 30 Tage nach der Impfung und 3 Monate vor der Einreise) erforderlich. Bei Tieren aus gelisteten, tollwutarmen Drittstaaten (z. B. Schweiz, Großbritannien, Andorra, San Marino, Monaco, Norwegen) entfällt die Pflicht zur Antikörperbestimmung. Für Vögel (darunter Papageien und Sittiche) sowie Kleintiere, Reptilien, Schildkröten und Zierfische gelten gesonderte veterinärmedizinische Bestimmungen und Artenschutzregelungen. Insbesondere bei Papageienvögeln und geschützten Reptilien müssen die entsprechenden CITES-Dokumente und Veterinärzeugnisse mitgeführt werden.Reisepassinformationen
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU- und EFTA-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.Visainformationen
Ein Visum ist für die Einreise nach Italien allgemein erforderlich. Ausgenommen von der Visumpflicht sind Staatsbürgerinnen und Staatsbürger der EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz. Bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen müssen sich EU-/EWR-Bürger jedoch bei der örtlichen Meldebehörde (Anagrafe) registrieren. Ebenfalls visumfrei für touristische oder geschäftliche Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen können Angehörige folgender Drittstaaten einreisen: Amerika: Antigua und Barbuda, Argentinien, Bahamas, Barbados, Brasilien, Chile, Costa Rica, Dominica, El Salvador, Grenada, Guatemala, Honduras, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Uruguay, Venezuela und die USA. Asien & Naher Osten: Brunei, Georgien, Israel, Japan, Malaysia, Malediven, Singapur, Südkorea, Taiwan (Pass muss eine Personalausweisnummer enthalten), Timor-Leste, Vereinigte Arabische Emirate sowie Passinhaber der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau. Europa (Nicht-EU): Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Moldau, Monaco, Montenegro, Nordmazedonien, San Marino, Serbien (nur biometrische Pässe), Ukraine, Vatikanstadt und das Vereinigte Königreich. Ozeanien & Afrika: Australien, Kiribati, Marshallinseln, Mikronesien, Neuseeland, Palau, Samoa, Seychellen, Salomonen, Tonga, Tuvalu und Vanuatu. Staatsangehörige anderer Drittstaaten (wie z. B. der Türkei), die im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels oder Visums für einen anderen Schengen-Staat sind, dürfen sich damit ebenfalls bis zu 90 Tage visumfrei in Italien aufhalten (der Aufenthaltstitel muss noch mindestens 3 Monate über die geplante Ausreise hinaus gültig sein). Personen aus hier nicht aufgeführten Ländern wird empfohlen, sich vor der Reise an die zuständige italienische Botschaft oder das Konsulat zu wenden.Impfungen
| Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich | |
|---|---|---|
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y | 2 | |
| Hepatitis A | 1 | - |
Übersicht
Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Aushelfender Träger ist die italienische Krankenkasse Azienda Sanitaria Locale (ASL) des Nationalen Gesundheitsdienstes. Anschriftenverzeichnisse von Vertragsärzten liegen in den ASL-Niederlassungen in sehr vielen Städten aus. Kostenlose Behandlung ist ausschließlich beim Vertragsarzt gewährleistet. Im Allgemeinen muss man jedoch einen Teil der Arzneimittelkosten selbst tragen. Außerhalb der Dienstzeiten sollte man sich an den Guardia medica noturna e festiva wenden, der in größeren Orten eingerichtet ist. In Italien gibt es zahlreiche Kurbäder, die teilweise aus der Römer-Zeit stammen. Die bekanntesten sind: Abano Terme und Montegrotto Terme (Venetien), Acqui Terme (Piemont), Chianciano und Montecatini Terme (Toskana), Fiuggi (Latium), Porretta Terme und Salsomaggiore Terme (Emilia-Romagna), Sciacca (Sizilien) und Sirmione (Lombardei). In Meran (Südtirol) wird eine spezielle Traubenkur angeboten. Weitere Informationen zu Kurbädern in Italien ist auch vom Italienischer Verband der Kurbäder- und Heilwasserindustrien, La Federterme, erhältlich.Anmerkungen Impfungen
[1] Hepatitis A kommt vor. Die Impfung gegen Hepatitis A sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung erfolgen, besonders bei Aufenthalten im Süden von Italien. [2] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.Essen und Trinken
In ländlichen Gebieten ist das Leitungswasser z. T. nicht trinkbar, »Acqua Non Potabile« bedeutet »Kein Trinkwasser«. Im Zweifelsfall abgefülltes Wasser trinken, vor allem zur Umgewöhnung zu Beginn des Aufenthaltes. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Es treten vereinzelt Chikungunya-Erkrankungen auf. Das Chikungunya-Virus wird von Mücken übertragen. Reisenden wird empfohlen, sich gegen Mückenstiche zu schützen. Eine Impfung gegen Chikungunya existiert nicht. Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt zwischen Juli und November vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Die Möglichkeit zur Impfung gegen Dengue-Fieber besteht zwar, ist aber für einen Aufenthalt in Italien in der Regel nicht notwendig. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von April bis Oktober in ländlicher Umgebung durch Zecken übertragen. Gegen diese Krankheit ist eine Impfung möglich. Das von Sandfliegen übertragene Phlebotomusfieber (Toskanafieber) kommt saisonal im Norden Italiens vor. Insektenschutz und lange, helle Kleidung wird als Prophylaxe empfohlen. Das von Mücken übertragene West-Nil-Fieber kommt in Italien in den Sommermonaten vor. Eine Schutzimpfung gibt es nicht, es empfiehlt sich ein wirksamer Mückenschutz. Italien gilt als terrestrisch tollwutfrei.Währung
1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 5, 10, 20 und 50 Cents. Hinweis: Italien prägt seit 2018 keine 1- und 2-Cent-Münzen mehr. Preise müssen zu den nächsten 5 Cent aufgerundet werden. 1- und 2-Cent-Münzen aus anderen EU-Ländern werden in Italien akzeptiert.Kreditkarten
In Italien werden alle gängigen internationalen Kredit- und Debitkarten (insbesondere Visa, Mastercard und American Express) sowie Girocards weitgehend akzeptiert. In kleineren Geschäften, Cafés oder auf ländlichen Märkten wird für kleinere Beträge jedoch gelegentlich weiterhin Barzahlung bevorzugt. In Italien gilt eine gesetzliche Obergrenze für Barzahlungen: Beträge ab 5.000 € dürfen nicht mehr in bar beglichen werden. Rechnungen ab dieser Grenze müssen zwingend elektronisch (z. B. per Kreditkarte, EC-Karte) oder per Banküberweisung gezahlt werden.Geldautomaten
Die alte Girocard Mit der Girocard (ehemals ec-Karte) wie Maestro-Karte, V Pay oder Sparcard und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der Debitkarte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus-, V-Pay- oder dem Maestro-Symbol (nur noch bis Ende 2027 auf noch gültigen Girocards) werden europaweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Die neue Debitcard und ihre Nutzung im Ausland Aus der Girocard wurde eine Debitcard: Seit 2023 stellen Banken keine neuen Girokarten mehr mit dem Maestro-Symbol aus. Noch gültige Karten mit dem Maestro-Symbol können jedoch im In- und Ausland weiterhin bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit genutzt werden. Spätestens Ende 2027 wird es das Maestro-Symbol nicht mehr geben. Maestro-Nachfolger sind „Debit Mastercard“, „Visa Debit“ oder „V-Pay“. Visa Debit und Debit Mastercard sind weltweit in mehr als 200 Ländern, in denen Visa und Mastercard akzeptiert werden, nutzbar. Karten mit dem V-PAY-Logo können in Italien zum Bezahlen und Geldabheben genutzt werden. Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen werden oft nur Kreditkarten akzeptiert. Zur Sicherheit gehört neben einer Debitkarte auch immer eine Kreditkarte ins Reisegepäck. Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.Reiseschecks
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich.Reiseschecks werden in Italien in den größeren Städten in wenigen Banken und Wechselstuben angenommen.Öffnungszeiten der Bank
Mo-Fr 08.30-13.30 und 15.00-16.00 Uhr, z. T. auch Samstag vormittags.Devisenbestimmungen
Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Geldmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (zu Barmitteln zählen neben Bargeld auch Reiseschecks, Sparbücher, andere Währungen, auf Dritte ausgestellte Schecks, der tatsächliche Wert von Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin (Goldmünzen mit einem Goldgehalt von mindestens 90 Prozent, ungemünztes Gold in Form von Barren, Nuggets oder Klumpen mit einem Goldgehalt von mindestens 99,5 Prozent), Edelsteine (aber nicht Schmuck)).Währungen
| Währungskürzel | Symbol | Wechselkurse (ohne Gewähr) |
|---|---|---|
| EUR | € |
Überblick
Amtssprache ist Italienisch. Südtirol ist offiziell zweisprachig, es wird überwiegend Deutsch gesprochen. Ladinisch ist z. T. Schulsprache in Trentino. In den Grenzgebieten zu Frankreich und zur Schweiz von der italienischen Riviera bis zum Gebiet nördlich von Mailand wird Französisch gesprochen, Slowenisch in Triest und Görz. Auf Sardinien spricht man in einigen Gegenden Katalanisch. In Ferienorten und größeren Städten wird z. T. Englisch, Deutsch oder Französisch gesprochen.Redewendungen
Acht = Otto Achtzig = Ottanta Auf Wiedersehen = Arrivederla (formell) / Arrivederci (informell) Ausgang = Uscita Bier = Birra Bitte = Per favore Danke = Grazie Dienstag = Martedì Doktor = Medico Donnerstag = Giovedì Drei = Tre Dreißig = Trenta Eingang = Entrata Einhundert = Cento Eins = Uno Eintausend = Mille Freitag = Venerdì Fünf = Cinque Fünfzig = Cinquanta Gefahr = Pericolo Geschlossen = Chiuso Hallo = Buon giorno / Buona sera (nach 15:00 Uhr); Ciao (informell) Heute = Oggi Hotel = Albergo Ich fühle mich krank = Non mi sento bene Ich verstehe das nicht = Non capisco Ja = Si Mein Name ist = Mi chiamo Mir geht es sehr gut. = Sto molto bene. Mittwoch = Mercoledì Montag = Lunedì Morgen = Domanì Nein = No Neun = Nove Neunzig = Novanta Offen = Aperto Restaurant = Ristorante Samstag = Sabato Sechs = Sei Sechzig = Sessanta Sieben = Sette Siebzig = Settanta Sonntag = Domenica Speisekarte = Menù Sprechen Sie Deutsch/Englisch? = Parla tedesco/inglese? Toiletten = Bagno / Servizio / Toilette Vier = Quattro Vierzig = Quaranta Wein = Vino Wie geht es Ihnen? = Come sta? Wie viel kostet das? = Quanto costa? Wo ist ? = Dov'è ? Zehn = Dieci Zwanzig = Venti Zwei = Due01.01.2026 Neujahr
06.01.2026 Epiphaniasfest
06.04.2026 Ostermontag
25.04.2026 Befreiungstag
01.05.2026 Tag der Arbeit
02.06.2026 Tag der Republik
15.08.2026 Mariä Himmelfahrt
01.11.2026 Allerheiligen
08.12.2026 Mariä Empfängnis
25.12.2026 Weihnachten
26.12.2026 Stephanitag
Zusätzlich werden zahlreiche Feste zu Ehren der jeweiligen Schutzheiligen abgehalten. Geschäfte bleiben meist geöffnet:
Turin (Torino)/Genua (Genova)/Florenz (Firenze): 24. Juni (Johannes der Täufer).
Mailand (Milano): 7. Dez. (St. Ambrosius).
Venedig (Venezia): 25. April (St. Markus).
Bologna: 4. Okt. (St. Petronius).
Neapel (Napoli): 19. Sept. (St. Gennaro).
Bari: 6. Dez. (St. Nikolaus).
Palermo: 15. Juli (St. Rosalia).
Rom (Roma): 29. Juni (St. Petrus).
Siena: 2. Juli und 16. Aug. (Palio-Pferderennen).
Triest (Trieste): 3. Nov. (St. Giusto).
Überblick
Die folgenden Artikel dürfen bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern zollfrei nach Italien eingeführt werden: 200 Zigaretten und 100 Zigarillos und 50 Zigarren und 250 g Tabak; 1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein; 4 l Tafelwein; 16 l Bier; Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €. Tabakwaren und Alkohol können nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden. Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.Verbotene Importe
Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz). Es besteht ein Einfuhrverbot u.a. für die folgenden Waren aus der Russischen Föderation in die EU: Diamanten, Gold, Schmuck, Zigaretten, Kosmetikartikel, Meeresfrüchte (z.B. Kaviar), Spirituosen (z.B. Vodka), Schuhe, Kleidung und Smartwatches. Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.Importbestimmungen
Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.Import/Export in die EU
Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen: 800 Zigaretten (Personen ab 17 J.); 400 Zigarillos (Personen ab 17 J.); 200 Zigarren (Personen ab 17 J.); 1 kg Tabak (Personen ab 17 J.); 10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.); 20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.); 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.); 110 Liter Bier (Personen ab 17 J.); Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist. Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge. Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet. Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe. Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)EU
Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern. Weitere Informationen sind vom italienischen Zoll erhältlich.Willadingweg 23
Bern
Switzerland
+41 (31) 390 10 10.
http://www.ambberna.esteri.it
Mo und Do 14.00-17.30 Uhr, Di und Fr 10.00-13.30 Uhr. Telefonische Auskünfte: Mo, Mi, Do 10.00-13.00 Uhr, Di und Fr 12.00-13.30 Uhr.
Italienische Botschaft
Konsulate in Basel, Genf, Lugano und Zürich.
Elfenstrasse 14
Bern
Switzerland
+41 (31) 350 07 77.
http://www.ambberna.esteri.it
Mo-Do 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr, Fr 08.30-13.00 und 13.30-16.30 Uhr.
Konsularabteilung der Botschaft Wien
Ungargasse 43
Wien
Austria
+43 (1) 713 56 71.
http://www.ambvienna.esteri.it
Mo, Di, Do, Fr 09.00-11.00 Uhr, Mi 14.00-17.00 Uhr. Telefonische Auskünfte: Di, Mi, Do, Fr 11.30-13.00 Uhr.
Italienische Botschaft
Honorarkonsulate in Bregenz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg.
Rennweg 27
Wien
Austria
+43 (1) 712 51 21, Konsularabteilung: +43 (1) 713 56 71.
http://www.ambvienna.esteri.it
Mo, Di, Do, Fr 09.00-11.00 Uhr, Mi 14.00-17.00 Uhr.
Italienische Botschaft
Konsularabteilung: Hildebrandstraße 1, 10785 Berlin.
Generalkonsulate mit Visumerteilung in Frankfurt/M., Hannover, Köln, München und Stuttgart.
Konsulate ohne Visumerteilung in Dortmund und Freiburg/Br.
Konsularagentur in Wolfsburg.
Honorarkonsulate in Bremen, Dresden, Hamburg, Kiel, Leipzig, Nürnberg und Saarbrücken.
Hiroshimastraße 1
Berlin
Germany
+49 (30) 25 44 00.
http://www.ambberlino.esteri.it
Mo und Fr 08.30-12.30, Di 08.30-10.30, Mi und Do 13.00-17.00 Uhr.
Geschäftsetikette
Italienischkenntnisse sind von großem Vorteil. Terminvereinbarung ist üblich. Ministerien und fast alle Behörden schließen um 13.45 Uhr. Beamte sind nachmittags ohne vorherige Termine nicht erreichbar.Öffnungszeiten
Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.Geschäftskontakte
Geschäftskontakte
Geschäftskontakte
Geschäftskontakte
Geschäftskontakte
Telefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 0039. Die nationale Stadtvorwahl für Rom ist 06. Innerhalb von Italien müssen immer zuerst die Ortskennziffern beginnend mit der 0 gewählt werden.Mobiltelefon
4G- und 5G-Mobilfunknetz. Mobilfunkgesellschaften umfassen u.a. Vodafone, Fastweb Mobile, TIM Mobile und Wind Tre. Landesweite Netzabdeckung. Internationale Roaming-Verträge bestehen. Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. Unter Umständen kann sich dennoch der Erwerb einer italienischen SIM-Karte oder von Prepaid-Karten der lokalen Anbieter lohnen. Oft gibt es Angebote für Touristen.Internet
Öffentliches kostenloses WLAN-Hotspots gibt es in Italien in über 8.000 Kommunen. Die meisten Unterkünfte bieten in größeren Städten und in Touristen-Gebieten kostenloses WLAN. WLAN gibt es in Italien außerdem über die WiFi.Italia.it-App des Piazza WiFi Italia-Projektes auf Flughäfen, Bahnhöfen, in Zügen, in größeren Hotels, in Bars, Restaurants, Cafés und an anderen Orten im öffentlichen Raum.Post
Briefe innerhalb Europas benötigen in der Regel 7-10 Tage. Briefmarken werden außer in Postämtern auch in Tabakläden verkauft. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00/08.30-12.00/12.30 und 14.00/14.30-17.30/18.00 Uhr.Radio
Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Italien empfangen.Aostatal
In der reizvollen Region Aostatal, die an Frankreich und die Schweiz grenzt, liegen die höchsten Berge Europas – Mont Blanc, Monte Rosa, Cervino (Matterhorn) und Gran Paradiso. Der Nationalpark Gran Paradiso ist ein beliebtes Ausflugsgebiet für Bergwanderer und Bergsteiger. Das Aostatal ist bekannt für mehrere ausgezeichnete Skiorte wie Courmayeur und Breuil-Cervinia, sein Weinbaugebiet und den Käse Fontina. Die Schlösser und die Ruinen zahlreicher Burgen und Festungsanlagen zeugen von der strategischen Bedeutung dieser Region in früheren Zeiten als Zugang zu den Routen über die Alpen. In Aosta, der wichtigsten Stadt der Region, gibt es viele gut erhaltene Bauwerke aus der Römerzeit und aus dem Mittelalter. Die imposanten römischen Stadtmauern sind beinahe vollständig erhalten geblieben.
Uffizien in Florenz
Die Uffizien besitzen eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt. Gemälde mit überwiegend biblischen Themen und Ikonen repräsentieren die Übergangsperiode des ausgehenden Mittelalters. Kunstfreunde finden hier außerdem Gemälde italienischer Meister aus der Zeit der Renaissance bis hin zum frühen 18. Jahrhundert. Botticellis »Geburt der Venus«, Leonardo da Vincis »Verkündigung«, Michelangelos »Heilige Familie«, Tizians »Urbino Venus« und Caravaggios »Junger Bacchus« sind in den Uffizien ausgestellt. Eines der interessantesten Gemälde ist Caravaggios »Medusa«.
Lust auf Meer
Die 7500 km lange Küste Italiens erfüllt jeden Urlaubswunsch. Die Toskanische Küste eignet sich wegen ihrer flachen Sandstrände für Familienurlaub sie lockt aber auch Segler. Die Italienische Riviera bietet tags Sonne und Strand und nachts Party und Vergnügungen. Die Amalfiküste gehört wegen ihrer einzigartigen und mediterranen Landschaft zum UNESCO-Welterbe. Die Küste des Molises lockt mit schönen und gut ausgestatteten Stränden und einem malerischen Hinterland. Allen Ansprüchen gerecht wird die thyrrenischen Küste Kalabriens. Italienische Inseln wie Sardinien und Ustica sind Taucherparadiese. Windsurfer zieht es ebenfalls nach Sardinien und u.a. an die Adria- und an die Toskanaküste. Attraktive Ziele an der Küste sind auch Fischerdörfer und Küstenorte wie Camogli, Portofino, Tropea, Maratea, Santa Maria di Leuca, Taormina und natürlich Venedig, Neapel und Bari.
Trentino-Südtirol
Die Gebirgsregion Trentino-Südtirol an der österreichischen Grenze erstreckt sich zu beiden Seiten des Eisacktals. Im Osten liegen die eindrucksvollen und von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärten Dolomiten. Attraktionen der Region sind Berge, Skigebiete, Schluchten und Täler, Höhlen, zahlreiche Naturparks wie der Naturpark Drei Zinnen, Schlösser und Burgen, Bergdörfer und Alpenstädte wie Trient und Bozen. Wintersportler, Radfahrer, Mountainbiker, Gleitschirmflieger, Wanderer und Kletterer finden hier ein Paradies. Der Monte Cevedale ist der höchste Berg im Trentino. Die Täler Etschtal, das Eisacktal, der Vinschgau und das Pustertal in Südtirol sind beliebte Touristenziele. Zu den bekanntesten Wintersportzentren gehören Madonna di Campiglio, das Grödnertal mit Wolkenstein in Gröden, Sankt Ulrich, Sankt Christina, das Fassatal mit Canazei und Moena, die Marmoladagruppe und San Martino in Castrozza.
Italienische Seen in der Lombardei
Die Seen Como, Garda, Lugano und Maggiore machen die Lombardei zu einem der beliebtesten Urlaubsgebiete Italiens. Die großen Seen des Nordens liegen in Tälern, die von den Alpen bis auf die Ebenen hinunterreichen. Der Gardasee ist der größte See Italiens und wohl auch der eindrucksvollste. Das äußerst angenehme Klima, die bezaubernde Landschaft mit Moränenhügeln, Weinbergen, Burgen, Villen und idyllischen Dörfern sowie die idealen Bedingungen für Wassersport ziehen Jahr für Jahr unzählige Besucher aus aller Welt an. Auch der Comer See und dessen Umgebung sind herrlich. Inmitten reizvoller subtropischer Vegetation liegen zahlreiche hübsche Ferienorte. Der größte Teil des Luganer Sees liegt in der Schweiz. Die meist besuchten Urlaubsorte am Lago Maggiore sind Pallanza, Stresa, Arona und Intra.
Venedig
Die 4 km vom Festland entfernte Lagunenstadt Venedig liegt auf 118 Inseln im Golf von Venedig in der nördlichen Adria. Venedig und ihre Lagunen gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und die wohl größten architektonischen Meisterwerke der Stadt sind der Dogenpalast, der Markusplatz und die Seufzerbrücke. Abseits der Hauptwasserstraßen führen enge Kanäle zu kleinen Plätzen mit schönen gotischen Kirchen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u.a. das Gran Teatro La Fenice - eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt -, der Glockenturm der Markuskirche, die Accademia delle Belle Arti (große Sammlung venezianischer Malerei vom 14.-18. Jh.), der Palazzo Rezzioni (Museum für angewandte Kunst und Möbel des 18. Jahrhunderts), die Casa Goldini und das Correr Stadtmuseum.
Siena
Siena, eine auf einem Hügel gelegene Kleinstadt, erlebte ihre Blütezeit noch vor der Renaissance. Das Schlendern durch Sienas Straßen ist wie eine Zeitreise durch das Mittelalter: Schmale Gassen ohne Bürgersteige, Kopfsteinpflaster, alte Häuser dicht an dicht im romanischen und gotischen Stil. Autos haben hier keinen Platz, Motorradfahrer dürfen nur eingeschränkt fahren. Die Altstadt zählt zum Kulturerbe der UNESCO. Der riesige Campanile (Glockenturm) des Palazzo Pubblico blickt über die Piazza del Campo (die wohl am besten erhaltene gotische Piazza Italiens) im Mittelpunkt der Stadt. Hier finden im Sommer die Palio-Pferderennen statt. Siena, der Geburtsort der hl. Katherina, ist auch ein bedeutendes Zentrum religiösen Lebens. In der 700 Jahre alten Universität werden im Sommer italienische Sprachkurse angeboten.
Piemont
Das Piemont liegt in der fruchtbaren oberen Po-Ebene. Im Norden befindet sich der wunderschöne Lago Maggiore mit den Borromäischen Inseln. Sehenswert sind u.a. die Täler Susatal, Valsesia und das Eschental. Feinschmecker kommen wegen der Trüffel und des Weins ins Piemont. Einer der bekanntesten Rotweine Italiens, der Barolo, und auch der beliebte Sekt Asti Spumante stammt von hier. Der Verwaltungssitz des Piemonts, Turin, hat wegen seines Stadtbildes den Beinamen La Parigi d'Italia (das Paris Italiens). Im Barockpalast Palazzo Madama ist das städtische Museum für Alte Kunst untergebracht. Das Leichentuch von Turin kann in der Kathedrale Duomo di San Giovanni besichtigt werden. Die Schlösser und Residenzen der Herzöge von Savoyen gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wanderer finden hier Wanderwege wie den Grande Traversata delle Alpi (GTA) und den Via Alpina.
Vesuv und Pompeji
Der Vulkan Vesuv liegt im Vesuv-Nationalpark bei Neapel. Eine Straße führt fast bis zum Gipfel des Vesuvs. Die letzten 100 m muss man zu Fuß bewältigen, auf einem Trampelpfad aus Bimsstein. Von der Besucherplattform, die direkt an der Caldera steht, eröffnet sich nicht nur ein atemberaubender Blick in den dampfenden Krater, sondern auch eine herrliche weite Aussicht auf den Golf von Neapel. Ganz in der Nähe liegen die Überreste der UNESCO-Weltkulturerbestätten Pompeji und Herculaneum, die 79 n. Chr. durch einen Ausbruch des Vesuvs zerstört wurden.
Mailand
Die elegante Stadt Mailand ist ein weltbekanntes Finanz-, Geschäfts- und Modezentrum. Die modernen Wolkenkratzer, die es in dieser Vielzahl in keiner anderen italienischen Stadt gibt, stehen im interessanten Gegensatz zur historischen Altstadt. Der prächtige gotische Mailänder Dom wurde vor 500 Jahren errichtet. Leonardo da Vincis weltberühmtes Fresko »Das Abendmahl« kann im Kloster Santa Maria della Grazie (UNESCO-Weltkulturerbe) bewundert werde. Das Teatro della Scala ist eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt und über 200 Jahre alt.
Sizilien
Sizilien, die größte Insel im Mittelmeer, liegt an der Stiefelspitze Italiens. In Palermo, der Hauptstadt, erwarten viele imposante Bauwerke, vornehmlich im normannischen und barocken Baustil, den Besucher. Die Altstadt von Palermo gehört seit 2015 zum Kulturerbe der UNESCO. Palermo ist 2018 Europäische Kulturhauptstadt. Besonders beeindruckend sind die Kirchen von Martorana, Santa Maria di Gesù, San Giuseppe dei Teatini und San Cataldo sowie die Kathedrale Santa Rosalia und der Palazzo dei Normanni, das Königsschloss mit herrlicher Kapelle. In den Katakomben des Kapuzinerklosters liegen über tausend Mumien. Syrakus hat viele historische Bauwerke, darunter ein sehenswertes Amphitheater. Archimedes lebte hier bis zu seinem Tode. Die Stadt gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO. In der Nähe liegt die Nekropolis von Pantalica, die ebenfalls zum Kulturerbe der UNESCO gehört. Fast alle Gebäude Catanias stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Stadt musste nach mehreren heftigen Erdbeben wieder aufgebaut werden. Ganz in der Nähe liegt der Ätna, Europas größter aktiver Vulkan, der UNESCO-Welterbestätte ist.
Toskana
Die Toskana ist eine fruchtbare und kulturell anregende Region in Mittelitalien. Weinberge, Zypressenwälder und abgelegene Bergdörfer sind typisch für diese Landschaft. Der bekannteste italienische Wein, der Chianti, kommt aus dieser Gegend. Viele Weinkeller und Weingüter können privat oder auf Weintouren besichtigt werden. Montecatini, Bagni di Lucca, Casciano Terme und Chianciano sind nur einige der zahlreichen vulkanischen Heilbäder in dieser Region. Florenz ist die bedeutendste Stadt der Toskana. Toskana-Besucher sollten auch den Schiefen Turm von Pisa, das mittelalterliche Siena und San Gimignano, das wie der Schiefe Turm von Pisa und die Villen der Familie Medici zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, auf ihrer Programmliste haben. An der toskanischen Küste laden zahlreiche Sandstrände zum Sonnenbaden ein. Hier kann man nicht nur sonnenbaden, sondern auch windsurfen, tauchen, segeln oder Kanu fahren.
Arezzo
Arezzo ist eine Stadt, die Moderne und Mittelalter perfekt in sich vereint. Die Burg und die Kathedrale der Medici, erbaut vom 13. bis 16. Jahrhundert, stehen majestätisch auf einem Felshügel und überschauen den modernen Teil der Stadt, die darunter im Flachland liegt. Die Piazza Grande ist ein wunderschöner mittelalterlicher Platz mit einem alten Brunnen in seiner Mitte, umgeben von eindrucksvollen historischen Gebäuden wie dem Palazzo della Fraternità, der Kirche Santa Maria della Pieve und der Loggiato del Vasari. Die Basilika di San Francesco beherbergt die berühmten Fresken von Piero della Francesca, die Geschichte des Kreuzes. Inmitten all dieser Geschichte blüht die Stadt heute und ist ein Zentrum des Antiquitätenhandels.
Wintersport in Italien
In Italien ist die ganze Palette an Wintersportarten möglich: Skifahren, Eisklettern, Schlittschuhlaufen, Schneeschuhwandern, Langlauf, mit dem Schlitten die Piste runter sausen oder von der Pferdekutsche aus die verschneite Landschaft genießen. Snowparks laden zum Freestyle-Skiing und Snowboarden ein. Die bekanntesten Skiorte Italiens liegen in den Alpen und den Dolomiten. In den Apenninen gibt es einige gute Pisten und auch an den Hängen des Ätna auf Sizilien kann man Skilaufen. Die meisten der Top Ten-Skigebiete Italiens liegen in der Region Trentino-Südtirol wie Alta Badia, Kronplatz – Dolomiten, Gröden - Wolkenstein, Sulden am Ortler , Seiser Alm, Canazei - Belvedere / Val di Fassa, Ratschings Jaufen – und Sellaronda - Dolomiten. Bekannte Skigebiete in der Lombardei sind Cortina d'Ampezzo, Falcade, Mottolino Fun Mountain/ Livigno, Bormio und San Vito di Cadore. In den Tälern d’Ayas, Gressoney und Valsesia im Aostatal befinden sich die größten Skizentren Italiens. Internationale Urlaubsorte wie Sestriere und das Susatal bieten im Piemont eine reiche Auswahl an Pisten. Zum Après-Ski gehören Themenpartys, Hüttengaudis, Liveauftritte von Artisten und bekannten DJs in angesagten Hotels, Clubs und Restaurants.
Padua
In Padua steht die berühmte Wallfahrtskirche Basilika des St. Antonius, der hier begraben liegt. In der Stadt können Werke von Giotto (Freskos in der Kapelle der Scrovegni) und Donatello besichtigt werden oder man schlendert über den Prato della Valle und lässt die Stadt auf sich wirken. Attraktive Museen wie das das archäologische Museum von Padua und das astronomische Museum locken Besucher in Strömen. Der Botanische Garten von Padua ist der älteste botanische Garten der Welt und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Elba und Giglio
Der toskanischen Küste ist eine Inselgruppe vorgelagert, von denen Elba und Giglio die bekanntesten Inseln sind. Es gibt regelmäßige Fährverbindungen, auch Tragflächenboote verkehren zwischen den Inseln und dem Festland. Elba bietet mediterrane Hafenstädtchen, Berge, Buchten, Grotten, Sandstrände, Wälder und Wiesen sowie Festungen, Kirchen und Museen. Für Taucher, Segler, Wanderer und Strandurlauber sind Elba und Giglio beliebte Ziele.
Sardinien
Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Das kaum bewohnte Landesinnere mit seinen Felsen und Klüften erinnert an eine Mondlandschaft. Sardinien hat über 30 Naturparks, wunderschöne Sandstrände, Sanddünen, Gebirge, Buchten und mehrere Grotten, die besichtigt werden können. Cagliari, die Inselhauptstadt, wurde von den Phöniziern gegründet und von den Römern ausgebaut. Überall auf der Insel gibt es Relikte aus der Bronzezeit. Am bekanntesten sind die kreisrunden (manchmal auch kegelförmigen) Nuraghi-Steinbehausungen. Die größte dieser Siedlungen aus der Bronzezeit steht im Nuraxi, etwa 80 km nördlich von Cagliari. Die reizvollsten Badeorte und Strände befinden sich im Süden der Insel und rund um Cagliari sowie bei Villasimius, hinter den Sanddünen von Chia, bei Pula , in der Bucht von Nora, an der Costa Rei, bei Barisardo, Cardedu, Tortoli, rund um Orosei, Siniscola sowie rund um San Teodoro und an der Costa Verde.
Florenz
In Florenz, das in der Toskana liegt, erwarten den Besucher die berühmtesten Kunstwerke und Bauwerke der Renaissance. Die wunderschöne Stadt liegt an den Ufern des Arno am Fuß der Ausläufer der Apenninen. Die Altstadt von Florenz gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Brunelleschis revolutionärer Entwurf der Kuppel des Doms von Santa Maria del Fiore gilt allgemein als die erste architektonische Umsetzung der Ideen der Renaissance. Zwischen der Piazza del Duomo und dem Arno liegen die herrlichen Paläste Palazzo Strozzi, Palazzo Corsini, Palazzo Rucelli, Palazzo Vecchio und die Uffizien (Palazzo degli Uffizi), in denen die berühmteste Gemäldegalerie Italiens untergebracht ist. Weiter nördlich stehen die Kirchen Santa Maria Novella und San Lorenzo sowie der imposante Palazzo Medici-Riccardi. Über die Ponte Vecchio erreicht man den Palazzo Pitti und die Boboli-Gärten auf der anderen Seite des Flusses. Michelangelos berühmte Statue des David kann in der Akademie der Schönen Künste (Accademia delle Belle Arti) neben der Universität bewundert werden.
Perugia
Perugia, Hauptstadt der Region Umbrien, ist 2500 Jahre alt. Besonders sehenswert sind die alten etruskischen Stadtmauern, die Piazza IV Novembre mit der Kathedrale und der Palazzo dei Priori - das Rathaus, in dem Umbriens Nationalgalerie, die Galleria Nazionale dell' Umbria, untergebracht ist. Darin ist unter anderem eine Gemäldesammlung von Pietro Vannucci, Piero della Francesca, Pinturicchio und Beato Angelico zu sehen. Die Fontana Maggiore wird allgemein als schönster mittelalterlicher Brunnen Italiens bezeichnet. Zahlreiche römische Ruinen können ebenfalls besichtigt werden. Die Università per Stranieri bietet Kurse für Ausländer an, die sich für die italienische Sprache und Kultur interessieren.
Assisi
Assisi ist eine malerische mittelalterliche Stadt, die östlich von Perugia auf einem Hügel in Umbrien liegt. Sowohl die Altstadt als auch die Stadtmauer und Festungsruine Rocca Maggiore gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. In Assisi lebte und wirkte der hl. Franziskus, der Gründer des Franziskanerordens. Giottos 28 Fresken, die die Basilika di San Francesco, die älteste gotische Kirche Italiens, schmücken, stellen den Lebensweg des Heiligen dar. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der von Goethe so geschätzte Minervatempel, die Kathedrale San Rufino mit ihrer romanischen Fassade und dem barocken Interieur, die Basilica di Santa Chiara sowie die aus dem 17. Jahrhundert stammende Basilica di Santa Maria degli Angeli, ein monumentales Bauwerk, halb Renaissance, halb Barock, das sich wuchtig im Talgrund erhebt. Im Inneren des mächtigen Hallenbaus steht das bunt bemalte Kapellchen Porziuncola (»kleine Portion«), das ein beliebter Aufenthaltsort des hl. Franziskus war.
Cinque Terre
Die fünf Fischerdörfer und beliebten Touristenorte Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore werden als Cinque Terre bezeichnet. Sie gehören zusammen mit Porto Venere zum UNESCO-Weltkulturerbe und liegen an der Italienischen Riviera zwischen Punta Mesco und Punta di Montenero in der Region Ligurien. In den mit Pinien bewachsenen Bergen reihen sich Weinberge an Olivenhaine. Die Gegend ist als Nationalpark Parco Nazionale delle Cinque Terre geschützt. Der romantische Fußweg Via dell'Amore (Liebesweg) verbindet steil über dem Meer Manarola mit Riomaggiore. Die über 200 km lange felsige Küste der Italienischen Riviera ist die Côte d'Azur Italiens.
Vatikanstadt
Die Vatikanstadt liegt in Rom auf einem Hügel westlich des Tibers. Der gesamte Vatikanstaat gehört zum Kulturerbe der UNESCO. Sehenswert sind u.a. der prächtige Petersdom und die Vatikanische Nekropole unterhalb des Petersdoms, der Petersplatz und die Vatikangärten. Rechts vom Petersdom steht der Papstpalast, die offizielle Residenz des Papstes. Er beherbergt u.a. die Sixtinische Kapelle mit Deckengemälden von Michelangelo, die Cappella Niccolina, die Stanzen des Raffael mit Wandmalereien von Raffael und seinen Schülern und das Appartamento Borgia. Zu den Vatikanischen Museen gehören u.a. das Museo Pio-Clementino, das Ägyptische Museum, das Etruskische Museum; das Museum für moderne religiöse Kunst sowie die Vatikanische Pinakothek mit Gemälden vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Apulien
Die südöstliche Region Apulien erstreckt sich von den bewaldeten Berghängen von Gargano, dem „Sporn“, bis zum Flachland der Salentine-Halbinsel, dem „Absatz“ des Stiefels. Dazwischen liegt Murge, ein Kalksteinplateau voller Höhlen (insbesondere bei Castellana). Bari und Taranto sind sehenswerte Kulturstädte. In Ostuni ist besonders die Altstadt sehenswert. Die Hafenstadt Brindisi ist der Endpunkt der Via Appia. In Brindisi sollte man u. a. den Dom und die schöne Kirche Santa Maria del Casale mit ihren wunderbaren Fresken besichtigen. Zwischen Alberobello und Selva di Fasano liegt das Murge-Plateau. In dieser Gegend findet man äußerst ungewöhnliche Steingebäude, die so genannten Trulli. Es handelt sich um kreisrunde Steingebäude mit spitzen oder kegelförmigen Dächern aus Stein. Am nördlichen Ende des Plateaus liegt das eindrucksvolle Castel del Monte, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Im nahe gelegenen Canosa di Puglia sind die Überreste der bedeutenden Römerstadt Canusium zu sehen.
Rom
Rom, die Hauptstadt Italiens, liegt auf sieben Hügeln zu beiden Seiten des Tibers. An jeder Straßenecke stößt man auf Überreste aus über 2000 Jahren Geschichte. Das Kolosseum und das Forum Romanum sind die bekanntesten Gebäude aus der klassischen Antike, Basiliken erinnern an die Anfänge des Christentums und das Stadtzentrum wird bestimmt durch die Brunnen und Kirchen des Barock. Im historischen Mittelpunkt der Stadt, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, befindet sich die am vollständigsten erhaltene Struktur des antiken Roms: Das Pantheon (125 n. Chr.) auf der Piazza della Rotonda. Es ist das Werk des Kaisers Hadrian. Östlich der Via del Corso liegen die eleganten Einkaufsstraßen, darunter die Via Condotti und die Via Borgognona, die zur Piazza di Spagna mit der berühmten Spanischen Treppe führt. Ein Muss ist auch ein Besuch in mindestens einem der Kapitolinischen Museen und im Museo Nazionale Romano.
Loreto
Zahllose Pilger aus der ganzen Welt besuchen jährlich die Stadt Loreto und die bekannte Wallfahrtskirche Basilika vom Heiligen Haus. Der Legende nach sollen Engel das Geburtshaus im 13. Jahrhundert von Nazareth nach Loreto gebracht haben, um es vor plündernden Arabern in Sicherheit zu bringen. Es soll das Elternhaus von Maria, der Mutter Jesu sein. Das Haus liegt innerhalb der kunstvoll angelegten gotischen Sanctuaria della Santa Casa. Die Madonna von Loreto wurde im Jahre 1920 zur Schutzheiligen der Pilger erklärt.
Ravenna
Die Stadt Ravenna liegt in der Nähe der Adriaküste in der Region Emilia-Romagna. Die unzähligen Mosaiken in den romanischen Bauwerken der Stadt sind weltberühmt und die internationale Mosaik-Schule steht auch Ausländern offen. Zahlreiche Gebäude aus dem 5. und 6. Jahrhundert gehören zum Kulturerbe der UNESCO wie das Mausoleum der Kaiserin Galla Placidia, die Neonische Taufkapelle und die Bischofskapelle. In Ravenna befindet sich das Grab des berühmten italienischen Dichters Dante.
Neapel
Neapel, die drittgrößte Stadt Italiens, ist für ihre herrliche Lage am Golf von Neapel und für ihre reizvolle Umgebung bekannt. Über der Stadt erhebt sich der mächtige Krater des Vesuvs. Die Stadt ist eine Mischung aus sehenswerten Kunstschätzen, Museen und Bauwerken, Mietshäusern, alten Palästen mit bröckelndem Putz und lautstarken Straßenhändlern. Die Altstadt gehört zum Kulturerbe der UNESCO. Das klassizistische Teatro San Carlo (1737) ist nach der Mailänder Scala das bedeutendste Opernhaus Italiens.
Kalabrien
Die »Stiefelspitze« ist eine wunderschöne Region mit hohen Bergen, dichten Wäldern und Stränden, die sich v.a. zum Wandern eignet. Fast die Hälfte Kalabriens ist von Kastanien-, Buchen-, Eichen- und Pinienwäldern bedeckt. In den Bergen des Sila-Massivs leben Wölfe. Catanzaro, Cosenza und Reggio (an der Straße von Messina) sind die bedeutendsten Städte dieser Region. Die schönsten Sandstrände liegen an der Westküste. Ein typisches und besonders malerisches Städtchen ist Tropea, auf den Felsen über dem Tyrrhenischen Meer gebaut, mit einer vor allem zur Abendzeit lebhaften Geschäftsstraße, die in einer Aussichtsplattform über dem Meer endet. Die von kleinen Felsenbuchten unterteilten Sandstrände erstrecken sich von Nord nach Süd. Am Ionischen Meer, an der Ostküste, sind die Strände rau und felsig. Dafür bieten sie Abgeschiedenheit und Ruhe, vor allem in der oft schon sehr warmen Vorsaison im Mai und Juni.
Adria
Die italienische Adriaküste an der Ostküste Italiens nördlich der Straße von Otranto bietet nicht nur feine, flach abfallende Sandstrände, azurblaues Meer und gutes Sommerwetter, sondern auch Kultur wie in der Hafenstadt Ancona zahlreiche römische Ruinen und Bauwerke, darunter der Trajansbogen am ehemaligen Römerhafen. Zahlreiche weitere Attraktionen der Region befinden sich in Triest, Ravenna, Pescara, Bari, Brindisi und natürlich in Venedig, der Perle der Adria. Die bekanntesten Badeorte sind Bibione, Jesolo, Cérvia, Cesenatico, Rimini und Riccione.
Überblick
Italienische Waren sind weltbekannt für ihre Eleganz, ihren Schick und ihre hohe Qualität. Italienisches Design ist sehr gefragt. Man sollte beim Kauf von Antiquitäten vorsichtig sein, in Italien gibt es geschickte Fälscher. Für größere Käufe wird mitunter Rabatt gegeben. Florenz, Mailand und Rom sind führende Modestädte, aber die Boutiquen der Kleinstädte sind ebenfalls einen Besuch wert. Einige Städte sind für besondere Produkte bekannt: Como (Lombardei) für Seide; Prato (Toskana) für Textilien; Empoli (Toskana) für Flaschen und Gläser aus grünem Glas; Deruta (Umbrien) und Faenza (Emilia-Romagna) für Keramik und Carrara (Toskana) für Marmor. In Torre Annunziato (Kampanien) und Alghero (Sardinien) werden Kunstgewerbeartikel aus Korallen hergestellt. In Castelfidardo (Marke) gibt es eine Akkordeonfabrik, und es werden Gitarren und Orgeln gebaut. In Valenza (Piemont) haben sich zahlreiche Kunsthandwerker auf die Goldschmiedekunst spezialisiert. »Confetti« (mit Zucker überzogene Mandeln) gehören zu jeder Hochzeit in Italien, sie kommen aus Sulmona (Abruzzen). Keramikfliesen werden in Vietri sul Mare (Kampanien) produziert. Ravenna (Emilia-Romagna) ist für Mosaiken berühmt. Führende Einkaufszentren: Rom: Die Geschäfte in der vornehmen Gegend um die Via Condotti und die Via Sistina bieten eine Riesenauswahl an Bekleidungsstücken aller Moderichtungen, Farben und Designs an, die allerdings teuer sind. Die Geschäfte in der Via Vittorio Veneto sind ebenfalls teuer. An den Bücherständen der Piazza Borghese werden alte Bücher und Drucke verkauft. Secondhandgeschäfte findet man in der malerischen Via del Governo Vecchio, ein paar verwinkelte Gassen von der Piazza Navona entfernt. Sonntagmorgens findet ein Flohmarkt an der Porta Portese in Trastevere statt. Mailand: Die eleganten Geschäfte liegen in der Via Montenapoleone. Preise sind höher als in anderen Großstädten. Venedig: Ist berühmt für mundgeblasene Glasartikel, die auf Murano hergestellt werden. Klöppelspitzen von der Insel Burano sind exquisit und sehr teuer. Die Goldschmiede von Florenz bieten ihre hochwertigen Waren in den Geschäften auf beiden Seiten der Ponte-Vecchio-Brücke an. Florentinischer Gold- und Silberschmuck hat eine besonders seidige Oberfläche, die satinato genannt wird. Filigranarbeiten werden ebenfalls angeboten. Kameen sind schöne Mitbringsel. Süditalien: Töpferwaren und Teppiche in allen Regionen, Filigranschmuck und Gegenstände aus Gusseisen und Messing in den Abruzzen, Holzschnitzereien in Kalabrien, Korallen und Kameen in Kampanien, Textilien und Tischdecken auf Sizilien und Sardinien. In Cagliari werden kunstvolle Kopien der Bronzestatuen der Nuraghe, die während der Bronzezeit auf Sardinien lebten, angeboten. Die eleganten Geschäfte der größeren Städte wie Neapel, Bari, Reggio di Calabria, Palermo und Cagliari haben eine große Auswahl italienischer Waren. Viele Kleinstädte haben Wochenmärkte. Die hier angebotenen Souvenirs sind oft Massenartikel von schlechter Qualität, die nicht regional hergestellt wurden. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-So 08.30-12.30 und 15.30-22.00 Uhr. In Norditalien schließen die Geschäfte mitunter früher. Lebensmittelgeschäfte haben oft Mittwoch nachmittags geschlossen.Anmerkung
Die Umsatzsteuer liegt je nach Wert der Ware zwischen 4 und 21%. Nicht-EU-Bürger sollten für Artikel über 155 € die Kassenbons aufbewahren, um die Umsatzsteuer (IVA) rückerstattet zu bekommen.Einleitung
Nachtklubs, Diskotheken, Restaurants und Bars findet man in jeder größeren Stadt und in den Urlaubsgebieten. In Rom werden im Pasquino-Kino, Vicolo della Paglia (in der Nähe der Santa Maria in Trastevere), Filme in englischer Sprache gezeigt. Das Opernhaus und die St.-Cecilia-Akademie veranstalten Open-air-Konzerte im Sommer. Eine Freilichtbühne liegt in der Nähe der Bäder von Caracalla. Jazz-, Folklore-, Rock- und Country-Musik-Konzerte werden in verschiedenen Konzertsälen und Clubs veranstaltet.Nationale Veranstaltungen
Übersicht
Viele Restaurants bieten ein besonderes Touristenmenü (Menu turistico) an. In Italien gibt es mehr als 20 Weinanbaugebiete, vom Val d'Aosta an der französischen Grenze bis nach Sizilien im Süden.Getränke: Die Weingüter der Chianti-Gruppe unterliegen den strengen Chianti-Classico-Qualitätskontrollen (am Gallo nero, dem schwarzem Hahn am Flaschenhals erkennbar). Die Chianti-Region ist das einzige Gebiet Italiens mit einer derartigen Qualitätskontrolle. Weine mit der Aufschrift Denominazione di origine controllata kommen aus offiziell anerkannten Weinanbaugebieten (ähnlich der Appellation controllée in Frankreich). Qualitätsweine tragen die Aufschrift Denominazione controllata e garantita. Die Wermutweine von Piemonte sind rosafarben und trocken oder dunkel und süß im Geschmack. Aperitifs wie Campari und Punt e Mes sind weltbekannt, ebenso wie die Liköre Strega, Galliano, Amaretto und Sambuca.Rom: Gerichte: Abbacchio (Lamm in Weißwein mit Rosmarin), Cannelloni (Nudeln mit Fleisch, Kalbshirn, Spinat, Ei und Käse gefüllt), Broccoli Romani (Brokkoli in Weißwein), Salsa Romana (Wild in süßsaurer brauner Soße mit Rosinen, Maronen und Linsenpüree), Gnocchi alla Romana (Kartoffelklöße). Käsesorten: Mozzarella, Caciotta Romana (halbfetter milder Schafskäse), Pecorino (harter kräftiger Schafskäse), Gorgonzola. Weißweine: Frascati, Albano, Grottaferrata, Velletri, Montefiascone, Marino. Rotweine: Marino, Cesanese, Piglio.Piemont: Gerichte: Bagna Caoda (traditionelle Anschovis-Suppe mit Gemüse), Fritto Misto Piemontese (gebratenes Fleisch mit Gemüsebeilage), Bonet (Schokoladekuchen mit Kaffee und Keksen)Aosta-Tal: Gerichte: Fundata (Käse-Fondue mit Milch, Eigelb mit Trüffeln und weißem Pfeffer), Zabaglione (warme Nachspeise aus Eischaum und Marsalawein). Weine: Barolo, Barbera, Barbaresco, Gattinara, Grignolino.Lombardei: Gerichte: Risotto alla Milanese (Reis mit Safran und Weißwein), Zuppa Pavese (wohl schmeckende klare Suppe mit pochiertem Ei), Minestrone (Gemüsesuppe), Osso buco (Kalbshaxenscheiben mit Tomatensoße und Reis), Panettone (Weihnachtskuchen mit Rosinen und kandierten Früchten). Weine: Valtellina, Sassella, Grumello, Inferno.Trentino und Südtirol: Beide Regionen sind bekannt für ausgezeichnete Wurst und Schinken. Weine: Lago di Caldaro, Santa Maddalena.Venetien: Gerichte: Fegato alla Veneziana (hauchdünn geschnittene Kalbsleber mit Zwiebeln in Butter gebraten), Baccalà alla Vicentina (gepökelter Kabeljau, in Milch gedünstet), Radicchio rosso di Treviso (wilder, leicht bitterer roter Salat). Weine: Soave, Bardolino, Valpolicella.Friaul-Julisch Venetien: Gerichte: Pasta e fagioli (Nudeln mit Bohnen), Prosciutto di San Daniele (Schinken). Weißweine: Tokai, Malvasia, Pinot Bianco, Pinot Grigio. Rotweine: Merlot, Cabernet, Pinot Nero.Ligurien: Gerichte: Pesto (Soße aus Basilikum, Knoblauch, Pinienkernen und Pecorino-Käse), Cima Genovese (kaltes Kalbfleisch gefüllt mit Kalbshirn, Zwiebeln und Kräutern), Pandolce (Kuchen mit Orangengeschmack). Wein: Sciacchettra.Emilia-Romagna: Gerichte: Parmigiano (Parmesankäse), Prosciutto di Parma (Parmaschinken), Spaghetti Bolognese (Nudeln mit einer Soße aus Fleisch, Käse und Tomaten), Vitello alla Bolognese (Kalbskottelet mit Parmaschinken und Käse), Cotechino e zampone (Würstchen und mit Schweinefleisch gefüllte Schweinshaxe). Weine: Lambrusco, Albana, Trebbiano, Sangiovese.Toskana: Gerichte: Bistecca alla Fiorentina (großes T-Bone-Steak über dem Holzfeuer gegrillt, mit frischgemahlenem schwarzen Pfeffer und Olivenöl gewürzt), Minestrone alla Fiorentina (kräftige Gemüsesuppe mit Landbrotscheiben), Pappardelle alla lepre (Nudeln mit Hasensoße), Tortina di carciofi (gebackene Artischockenpastete), Cinghiale di Maremma (Wildschwein aus der Maremma-Region in der Nähe von Grosseto), verschiedene Gerichte mit Schinken, Würstchen und Steak. Süßigkeiten: Panforte di Siena (Gebäck aus Honig, kandierten Früchten, Mandeln und Gewürznelken), Castagnaccio (Maronenkuchen mit Nüssen und Sultaninen), Ricciarelli (dünne Kekse aus Honig und Mandeln aus Siena). Weine: Chianti, Vernaccia, Aleatico, Brunello di Montalcino.Marken: Gerichte: Brodetto (verschiedene Fischsorten auf Toastbrot, garniert mit Kartoffeln, Sellerie, Tomaten, Lorbeerspitzen und Weißwein), Pasticciata (Nudeln, im Ofen gebacken). Weine: Verdicchio.Abruzzen-Molise: Gerichte: Die beliebteste Pasta der Region ist Maccheroni alla chitarra, weil die Teigwaren in dünne Streifen geschnitten werden. Süßigkeiten: Parrozzo (Schokoladenkuchen), Zeppole (süße Nudeln). Rotwein: Cerasolo di Abruzzo, Montepulciano. Weißwein: Trebbiano (trocken). Centerbe ist ein hochprozentiger Likör.Umbrien: Gerichte: Schwarze und weiße Trüffel, Spaghetti, Porchetta alla Perugina (Spanferkel), Carne ai capperi e acciughe (Kalbsfleisch mit Kapern und Kräutersoße), hervorragende Würstchen, Salamisorten und Prosciutto, die in ganz Italien geschätzt werden. Sehr gutes kaltgepresstes Olivenöl kommt aus dieser Region. In der umbrischen Küche verwendete einheimische Zutaten sind: Schweine- und Rindfleisch, Käse, Linsen aus Valnerina, Fisch aus dem Trasimeno-See und dem Fluss Nera sowie Pilze, Gemüse und Kartoffeln aus Colfiorito. Weine: Orvieto (weiß, süß oder trocken) und zahlreiche Rot- und Weißweine (darunter Rubesco aus Torgiano und Weine aus Sagrantino und Montefalco).Kampanien: Gerichte: Pizza (kulinarischer Stolz der Campania) mit allen möglichen Belägen, Bistecca alla pizzaiola (Steak mit Soße aus Tomaten, Knoblauch und Oregano), Sfogliatelle (süße Käsetaschen mit Ricottakäse), Mozzarella (Kuh- oder Büffelmilch). Die Weine der Region kommen von den Inseln Capri und Ischia.Apulien: Gerichte: Coniglio ai capperi (Kaninchen mit Kapern) und Ostriche (panierte frische Austern). Weine: Sansevero, Santo Stefano, Aleatico di Puglia.Kalabrien und Basilikata: Gerichte: Sagne chine (Lasagne mit Artischocken und Fleischbällchen), Zuppa di cipolle (Zwiebelsuppe mit italienischem Weinbrand), Sarde (frische Sardinen mit Olivenöl und Oregano), Alici al limone (frische Anchovis in Zitronensaft gebacken), Melanzane sott'olio (eingelegte Auberginen). Süßigkeiten: Mostaccioli (Schokoladenkekse), Cannariculi (gebratenes Honiggebäck). Weine: Agliatico, Cirò.Sizilien: Gerichte: Pesce spada (gegrillter Schwertfisch mit Weinbrand, Mozzarella und Kräutern gefüllt), Pasta con le Sarde (Nudeln mit frischen Sardinen), Caponata (gehaltvolles Gericht mit Oliven, Anchovis und Auberginen), Pizza Siciliana (Pizza mit Oliven und Kapern), Triglie alla Siciliana (gegrillte Meerbarbe mit Orangenschale und Weißwein). Süßigkeiten: Cassata (Eiscreme in verschiedenen Geschmacksrichtungen, kandierte Früchte und Bitterschokolade), Frutti di marturana (Marzipanfrüchte). Weine: Regaleali, Corvo di Salaparuta (rot und weiß, sehr aromatisch und ideal zu Fisch), Marsala.Sardinien: Zahlreiche Fischgerichte (z. B. Hummer in Suppen, Eintöpfen oder gegrillt), Burrida (Eintopf mit Katzenhai und Rochen), Calamaretti alla Sarda (gefüllte junge Tintenfische). Weine: Vernaccia, Cannonau, Piani, Oliena, Malvasia.Hotels
Es gibt insgesamt rund 40.000 Hotels. Jedes Hotel hat feste Zimmerpreise, die mit den regionalen Fremdenverkehrsämtern vereinbart wurden. Die Preise richten sich nach Standard, Saison, Service und Lage. Der Fremdenverkehrsverband veröffentlicht jährlich ein Hotel- und Pensionenverzeichnis (Annuario Alberghi), das in Reisebüros oder beim Fremdenverkehrsamt ENIT eingesehen werden kann. Bedienung ist in den Preisen der Hotels und Pensionen bereits enthalten. Die Mehrwertsteuer (IVA) in Höhe von 10 % (19 % in Luxushotels) wird nur auf die Zimmerpreise aufgeschlagen. Laut Gesetz müssen sich Hotelgäste vom Hotel eine offizielle Quittung ausstellen lassen. In Italien wird in zahlreichen Kommunen (z.B. Rom und Venedig) eine Touristensteuer pro Nacht und Zimmer in Hotels und Pensionen erhoben. Die Höhe der Touristensteuer ist nicht einheitlich und variiert von Stadt zu Stadt und ist auch von der Zimmerart abhängig. Rom hat unzählige Hotels, trotzdem empfiehlt sich Vorausbuchung. Die Hotelpreise sind hoch, und zahlreiche Extras werden aufgeschlagen. Man sollte sich immer den Gesamtpreis im voraus geben lassen. Preisbewusste Urlauber finden einfache Unterkünfte in billigen Hotels, die Zimmer mit Dusche auf der Etage anbieten, z. B. im Viertel nördlich der Stazione Termini. Preiswerte Hotels gibt es landesweit. Besonders in den Städten empfiehlt sich auch hier eine Vorausbuchung. Kategorien: 1-5 Sterne.Frühstückspension
Bed&Breakfast (B&B) sind in Italien beliebte Unterkünfte. Ein Verzeichnis über die etwa 5000 Bed&Breakfast und Ferienwohnungen an fast 550 Orten in Italien führt BBITALIA.IT.Camping
In Italien besteht eine große Auswahl an Campingplätzen in allen Regionen und jeder Kategorie, über die das Netzwerk Camping Italien einen Überblick bietet. Luxuriöse Campingunterkünfte, so genannte Glampingplätze stehen mit Bungalows, Lodges, Chalets, Luxusmobilheimen, Glamping-Zelten bis hin zu Baumhäusern zur Auswahl.Andere Unterkunftsmöglichkeiten
In den Sommermonaten sollte im Voraus reserviert werden (in den beliebten Urlaubsgebieten und den größeren Städten mindestens 14 Tage im Voraus). In einigen Städten gibt es auch andere preiswerte Unterkunftsmöglichkeiten für Schüler und Studenten. In fast allen Urlaubsorten können Villen, Ferienwohnungen (appartamento per le vacanze) und Ferienhäuser (casa per le vacanze) gemietet werden. Das Fremdenverkehrsamt und die regionalen Verkehrsämter (Azienda Autonoma di Soggiorno) erteilen weitere Auskünfte. Über die meisten regionalen Fremdenverkehrsämter sind die Ferienwohnungen und Ferienhäuser buchbar wie z.B. bei Visit Trentino, Visit Bergamo und Turismo Varese. Die örtlichen Fremdenverkehrsämter haben auch Adressen von Familien, die Zimmer vermieten. Ferienparks, Dörfer aus Bungalows und Appartementhäusern, gibt es in fast allen beliebten Urlaubsgebieten. Die Bungalows bieten im Schnitt Unterkunftsmöglichkeiten für vier Personen. Zur Ferienanlage gehören meistens auch Restaurants. Urlaub auf dem Bauernhof, der sogenannte Agriturismo, ist in den Kategorien einfach, komfortabel und luxuriös buchbar. In die letztgenannte Kategorie fallen u.a. die historischen Kuppelhäuser, die sogenannten Trulli, sowie die prächtigen Masserien (Gutshöfe) in Apulien. Die Auswahl ist riesig und deckt alle Interessen und Bedürfnisse ab: Es gibt u.a. in wunderschöner Landschaft gelegene Landgüter mit Pool, Reiterhöfe, Weingüter, Gutshöfe mit Olivenhainen am Meer, mit Koch- oder Sprachkursen, mit Unterhaltung für Kinder und Erwachsene. Historische Unterkünfte, die dimore storiche, sind in Italien in großer Vielfalt u.a. in Form von Klöstern, Mühlen, Schlössern, stattlichen Villen und anderen ursprünglich aristokratischen Anwesen vertreten. Zu den historischen Unterkünften gehören auch die Alberghi Diffusi (verstreute Hotels), die Authentizität und Komfort vereinen. Diese etwa 130 Unterkünfte sind über ganz Italien verstreut und liegen in historischen Stadt- oder Dorfkernen, mitten auf dem Land und auch in entlegenen Bergsiedlungen.Religion
90% römisch-katholisch; protestantische, jüdische und muslimische Minderheiten.Soziale Verhaltensregeln
Die römisch-katholische Kirche spielt in Italien auch heute noch eine wichtige Rolle und übt einen starken Einfluss auf die Sozialstruktur aus. Der Familienzusammenhalt ist bedeutend stärker als in den meisten anderen europäischen Ländern. Garderobe: Freizeitkleidung ist weit verbreitet, Badeanzüge gehören jedoch an den Strand. Korrekte Kleidung wird beim Betreten von Kirchen und in kleinen, traditionellen Gemeinden erwartet. Auf schriftlichen Einladungen wird im Allgemeinen vermerkt, ob Anzug oder Smoking bzw. Kostüm oder Abendkleid erwünscht sind. Rauchen: In Italien ist in allen öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln sowie in Kinos, Restaurants, Bars und Kneipen Rauchen verboten. Gastbetriebe können aber Raucherzonen haben, die durch Mauern und Türen abgeschlossen und mit Luftabzugs-Einrichtungen ausgestattet sind. Die Städte Bozen, Neapel und Verona gehen mit dem Rauchverbot noch einen Schritt weiter: In Neapel und Verona darf unter freiem Himmel bei Demonstrationen und bei Kulturveranstaltungen grundsätzlich nicht geraucht werden sowie in Parks und Grünanlagen, wenn sich in der Nähe Schwangere oder Kinder unter 12 Jahren aufhalten. In Bozen darf grundsätzlich nicht im Freien geraucht werden. In Mailand darf im öffentlichen Raum nur geraucht werden, wenn dabei ein Abstand von mindestens 10 m zu anderen Personen eingehalten wird. E-Zigaretten sind von diesem Verbot ausgenommen. Am Strand von Bibione ist das Rauchen ebenfalls verboten. Nur unter gemieteten Sonnenschirmen darf dort geraucht werden. Der Strand von Bibione an der Adria ist seit 2018 rauchfrei. Trinkgeld: Trinkgeld ist in der Gastronomie nicht sehr verbreitet. Bedienungsgeld und Umsatz- bzw. Aufenthaltssteuern sind in den Hotelrechnungen enthalten. Dennoch sind 5 € pro Woche für das Zimmermädchen üblich. In Restaurantrechnungen ist eine Art Grundgebühr für das Gedeck und das Brot enthalten. Wer besonders zufrieden war, kann zusätzlich etwas Trinkgeld auf dem Tisch liegen lassen. Auch im Taxi ist man nicht verpflichtet, Trinkgeld zu geben. Hilft der Taxifahrer mit dem Gepäck, freut er sich auch über etwas Trinkgeld. Rücksichtsvolles Verhalten: Vielerorts fordern in Italien Vorschriften mehr Rücksicht und an die Umgebung angepasstes Verhalten ein. In Praia a Mare dürfen sich Kinder unter 14 Jahren nur bis 00:30 Uhr draußen aufhalten. Auf Sardinien ist an einigen Stränden (z.B. La Pelosa und Cala Mariolu) das Muschelnsammeln und die Mitnahme von Sand verboten. An den Stränden muss man sich auf eine Matte oder Handtuch legen und das Graben von Gruben ist verboten. Innerhalb eines Radius von 500 m von der Küste Apuliens ist laute Musik auf Booten untersagt. In Rom und in Florenz ist Essen auf öffentlichen Plätzen wie auf Kirchentreppen bzw. in der Nähe von Kirchen, der Spanischen Treppe und bei Denkmälern untersagt. Brunnen dürfen weder zum Baden noch zum Waschen von Kleidung genutzt werden. In Cinque Terre darf aus Sicherheitsgründen nicht in Flip-Flops oder Sandalen gewandert werden. Wintersport: Seit dem 1. November 2025 besteht für alle Ski-, Snowboard- und Schlittenfahrer in allen Skigebieten eine Helmpflicht (CE zertifiziert). Skifahrer auf italienischen Skipisten müssen eine gültige Haftpflichtversicherung für Schäden gegenüber Dritten besitzen, die den Bereich des Skifahrens abdeckt.Beste Reisezeit
Mittelmeerklima im Norden von Italien, außer in den Alpen und in den Apenninen. Heiße Sommer, ganz besonders im Süden. Frühling und Herbst mild und sonnig. Kalte Winter mit viel Schnee in Oberitalien, ansonsten mild. Es ist trockener und wärmer, je weiter man nach Süden kommt. Die Mitte und der Süden von Italien hat ein mediterranes Klima. Hitzewellen werden in Italien durch den Klimawandel immer häufiger. Italien ist ganzjährig ein beliebtes Reiseziel, der Süden des Landes kann im Sommer jedoch unerträglich heiß werden. Die Hauptsaison für Badeurlauber geht von April bis August. Die Monate Juli und August sind am heißesten. Im Hochsommer sind die Preise am höchsten, weil dann auch die Italiener Urlaub machen.